Die CHS in Villach wurde Ziel eines Hackerangriffs. Die Ransomware einer Gruppe, die im Darknet unter dem Namen „The Gentlemen“ agiert, wurde in den vergangenen Tagen ins System eingeschleust. Solche Programme werden von Kriminellen genutzt, um Daten zu verschlüsseln und dann hohe Lösegeldforderungen an die betroffenen Unternehmen oder Behörden zu stellen, damit diese wieder Zugriff auf die Daten erhalten.
In Villach war dies nicht nötig, wie Bildungsdirektorin Isabelle Penz erklärt: „Im Endeffekt ist nicht viel passiert. Man hat schnell festgestellt, dass Daten verschlüsselt, aber keine Daten abgesaugt wurden. Vor allem im höheren Schulbereich sind die Systeme mittlerweile sehr gut abgesichert.“ Zudem verfügte man über ein vollständiges Backup und konnte somit sämtliche Daten rasch wiederherstellen. Sofort wurden darüber hinaus alle Passwörter zurückgesetzt und das System auf Malware, also schädliche Software, untersucht. „Und die Schüler und Lehrer werden aufgefordert, ihre Passwörter zu erneuern“, sagt Penz. Das passiere ohnehin einmal jährlich und jetzt im Anlassfall zusätzlich.
Hackerangriffe auf Schulen würden immer wieder vorkommen, sagt die Bildungsdirektorin. Aber vor allem in den Bundesschulen seien die Sicherheitssysteme auf dem neuesten Stand, Zwei-Faktor-Authentifizierung sei Standard. Kursierende Gerüchte, wonach weitere Kärntner Schulen von diesem Hackerangriff betroffen gewesen seien, dementiert Penz.