Windräder haben in Kärnten keinen einfachen Stand. Der neue SPÖ-Chef „hasst“ sie, wie er einmal erwähnte, der FPÖ-Chef hat eine Volksbefragung dagegen inszeniert und die für Raumplanung und Energiefragen zuständige ÖVP-Spitze hat an dieser nicht teilgenommen. Das Ergebnis ist bekannt. 51,55 Prozent haben sich bei einer Wahlbeteiligung von 34,9 Prozent für ein Verbot weiterer Windkraftanlagen ausgesprochen. Die Zahl der Windräder in Kärnten dürfte damit auf rund 50 „gedeckelt“ sein. 46 sind derzeit im Genehmigungsverfahren, im Bau oder aktiv. Dass der VfGH die Befragung für unrechtmäßig erklärte, ändert daran nichts. „Wir halten auf Punkt und Beistrich ein, worauf wir uns über die Parteigrenzen hinweg geeinigt haben. Es ist eine Lösung, die sowohl Versorgungssicherheit für Bevölkerung und Betriebe gewährleistet als auch den Schutz der Natur“, sagt der für Raumordnung zuständige Landeshauptmannstellvertreter Martin Gruber (ÖVP).
Bericht des Landes
Ohne Windkraft muss Kärnten weiter fossilen und atomaren Strom importieren
Kärnten ist im Winter weiterhin auf Strom aus nicht erneuerbaren Quellen angewiesen. Windräder könnten diese Abhängigkeit verringern, sagt Fachabteilung des Landes. Studie soll Daten liefern.
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