Ein Kandidat sei einfach zu wenig, sagte Wolfgang Rami bei seiner Rede am SPÖ-Parteitag vor weniger als zwei Wochen. Deshalb stellte sich der bis dahin kaum bekannte Klagenfurter der Wahl zur Nachfolge von SPÖ-Chef Peter Kaiser. Für seine Entscheidung, vor Hunderten Menschen zu sprechen, wurde dem einfachen Parteimitglied von Parteifreunden wie auch Vizekanzler Andreas Babler oder seinem „Gegner“ Daniel Fellner viel Respekt gezollt. Jetzt trauert die Partei um Rami, er ist im Alter von 73 Jahren verstorben. „Wolfgang Rami hat sich mit seiner Kandidatur für den Vorsitz der Kärntner Sozialdemokraten als großer Verfechter der Demokratie erwiesen, dem der Zusammenhalt in der Gesellschaft und das Wohl seiner Heimat am Herzen lag“, sagen Daniel Fellner und Kaiser.
Von 499 abgegebenen Stimmen entfielen 18 auf Rami (3,6 Prozent). „Mit diesem Beitrag in einem fairen und offenen Wahlprozess hat er eindrucksvoll gezeigt, was es bedeutet, mit Mut für seine Überzeugungen einzutreten. Er bleibt uns damit als leuchtendes Beispiel weit über seinen Tod hinaus in Erinnerung“, sagen Kaiser und Fellner.