Vergangene Woche war es mit der vermeintlichen Beschaulichkeit vorbei. Da brachte ein Medienbericht über ein Gutachten, das Missbrauchsfälle im SOS-Kinderdorf in Moosburg aufarbeitete, Unruhe in den Betrieb. In Moosburg selbst, wo sich Kinder nun schiefen Blicken und dummen Sprüchen ausgesetzt sehen, aber auch in die Führungsebene der Kinderschutz-Organisation. Denn wenngleich mehrere Fälle, die in dem Gutachten aufgearbeitet wurden, medial bereits seit Jahren bekannt waren, sieht man sich nun mit einer Reihe von Vorwürfen konfrontiert. Man habe bei Verdachtsfällen weggeschaut, nicht konsequent genug reagiert. Zeitgleich wurden Missbrauchsvorwürfe laut, die sich im Kinderdorf in Imst zwischen 2017 und 2020 ereignet haben sollen. Nun will man die Angelegenheit flächendeckend aufarbeiten.