Dramatisch haben die Unwetterwarnungen für Kärnten am Donnerstag geklungen. Außer der Rekord-Hitze – in Feistritz ob Bleiburg gab es mit 38,3 Grad einen neuen Kärntner Juni-Rekord, etwa in Klagenfurt kletterte das Thermometer auf 37,9 Grad – gab es glücklicherweise hierzulande aber keine nennenswerten Wetter-Extreme. Ganz anders sah das aber einige Kilometer südlich bei unseren italienischen Nachbarn aus.

Hagelkörner so groß wie Orangen

Dort wurden die Menschen in Friaul-Julisch-Venetien und auch im Osten der Provinz Venetien am Donnerstag von heftigen Unwettern heimgesucht – insbesondere die Gebiete um Belluno und Treviso waren betroffen. Die größten Schäden wurden laut dem Nachrichtenportal Nordest24 aus der Gegend von Pordenone gemeldet. Insbesondere ungewöhnlich große Hagelkörner - oft so groß wie Orangen - sorgten für Aufsehen und Probleme.

In Sacile und Porcia waren mehrere Straßen stundenlang unpassierbar, weil die Ansammlung von Eis durch den Hagel den Verkehr behinderte. Viele Autofahrer und Einwohner im Freien wurden von der plötzlich aufgetauchten Unwetterzelle überrascht. Weinberge, Gemüsegärten und Obstplantagen wurden schwer beschädigt, darüber hinaus gab es Schäden an Dächern, Windschutzscheiben und Gewächshäusern.

Mitunter gab es auch Probleme wegen sintflutartiger Regenfälle und Sturmböen. Die Situation wird wegen der Gefahr von Erdrutschen überwacht. Feuerwehren waren wegen abgedeckter Dächer, umgestürzter Bäume und überfluteter Straßen im Einsatz. Meldungen über Verletzte gingen laut italienischen Medien jedoch keine ein.