Todes-Drama am Mittwoch in Osttirol: Am Nachmittag fuhr ein 36-jähriger Einheimischer mit seinem Mountainbike am Hochstein im Gemeindegebiet von Lienz über den „Family Flow Trail“ talwärts. Auf einer Seehöhe von ca. 950 Metern kam der Mann aus bislang unbekannter Ursache zu Sturz und blieb schwer verletzt liegen.
Burschen reagierten geistesgegenwärtig
Zwei einheimische Burschen im Alter von 11 und 12 Jahren, die am selben Trail unterwegs waren, bemerkten den Unfall. „Der Mann verunfallte irgendwann am Nachmittag, gegen 18 Uhr wurde er dann von den beiden schwer verletzt aufgefunden“, erklärt Polizeisprecherin Lisa Köll gegenüber der Kleinen Zeitung. Die Burschen reagierten geistesgegenwärtig, fuhren sofort ins Tal und verständigten den dort wartenden Vater von einem der Jugendlichen.
Dieser setzte sich ins Auto und begab sich so schnell wie möglich zur Unfallstelle, stellte jedoch keine Lebenszeichen am Verunfallten mehr fest. Sofort setzte er den Notruf ab und begann mit der Reanimation. Laut Polizeiangaben waren die alarmierten Rettungskräfte bereits um 18.25 Uhr an der Unfallstelle - also schon rund eine halbe Stunde, nachdem der Verunfallte entdeckt worden war.
Jede Hilfe kam zu spät
Die Rettungskräfte der Bergrettung Lienz und der Alpinpolizei übernahmen mit der bereits vor Ort befindlichen Besatzung des C7 die Reanimation. Der Schwerstverletzte wurde vom Notarzthubschrauber ins Krankenhaus nach Lienz geflogen, wo er schließlich seinen schweren Kopfverletzungen erlag.
Dem Vernehmen nach soll es sich bei dem Unfallopfer um einen Mann aus Osttirol handeln. Die Tiroler Polizei wollte das aus Datenschutzgründen nicht bestätigen. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck ordnete eine Obduktion des Verunfallten an.