Aktuell ist Johanna Presch eifrig damit beschäftigt, sich für die Matura an der Kärntner Tourismusschule (KTS) in Warmbad vorzubereiten. Hier besucht sie den Zweig „Internationales Tourismusmanagement“, in dem Sprachen ein großer Stellenwert eingeräumt wird. Und wenn es um Sprachen geht, kann die junge Krumpendorferin ein besonderes Talent vorweisen, was sie jüngst beeindruckend unter Beweis gestellt hat. Sie ist nämlich nicht nur frisch gebackene Landes-, sondern auch Bundessiegerin im CEBS-Sprachenwettbewerb, der alljährlich ausgetragen wird.
Aus der Komfortzone
„Es war eine spannende Erfahrung, die mich in Zukunft bestimmt weiterbringt“, ist Presch überzeugt. Der Sprachencontest, bei dem sie in Englisch und Italienisch überzeugen konnte, biete eine tolle Möglichkeit, „aus seiner Komfortzone herauszutreten und hat mir gezeigt, dass man sich selbst mehr zutrauen soll.“ Sich für den Besuch der KTS zu entscheiden, hatte auch damit zu tun, dass ihre Eltern – Hiltrud und Alexander – ebenfalls hier zur Schule gegangen sind. Eine gute und richtige Entscheidung sei das gewesen. „Der Tourismus ist für mich eine spannende Branche und an der KTS erhält man eine wirklich gute Ausbildung“, sagt Presch. „Die Mitarbeiter müssen aber wieder mehr geschätzt werden. Man hat in den letzten Jahren vergessen, dass sie der Baustein für jeden erfolgreichen Betrieb sind. Das sollte sich unbedingt ändern.“
Schlüssel zur Kommunikation
Mit dem Lernen von Sprachen hat Presch sich schon immer leichtgetan, wie sie erzählt. „Für mich sind sie der Schlüssel für Kommunikation und neue Kontakte. Dazu kommt, dass ich einfach gerne rede.“ Ein großes Plus sei in ihrem Fall, dass sie zu Hause die Möglichkeit hat, sich mit ihrer Mutter zum Spaß in Italienisch und Französisch zu unterhalten, weil „sie beides sehr gut kann. Uns fällt es oft gar nicht mehr auf, wenn wir in einer anderen Sprache miteinander reden.“
Der Contest, bei dem Schülerinnen und Schüler aus ganz Österreich ihre sprachlichen Fähigkeiten beweisen können, wurde heuer zum fünften Mal online ausgetragen. „Natürlich war ich vorher schon etwas nervös, aber ich habe versucht, mir keinen allzu großen Druck zu machen. Umso überraschter und erfreuter war ich dann, als ich Bundessiegerin wurde. So ganz realisiert habe ich es noch nicht.“ Nach der Matura will sie studieren gehen. Aber erst ab September 2026, denn zuvor geht es, gemeinsam mit einer Freundin, noch für ein Jahr nach Rom, um Auslandserfahrungen zu sammeln. „Ich wollte nicht von der Schule direkt an die Uni wechseln“, sagt Presch, die in ihrer Freizeit gerne Volleyball spielt und auch bei der Villacher Faschingsgarde tanzt.