Was ist das? Diese Frage haben sich Samstagabend kurz vor 21 Uhr einige Kärntner und Osttiroler gestellt. Auf Social Media wurde gerätselt, was den Nachthimmel für einige Sekunden erhellte. Von einem grün-blauen „Feuerball“ war die Rede. „So etwas habe ich noch nie gesehen. Unglaublich“, schreibt ein Völkermarkter. Auch in Stockenboi wurde die „Feuerkugel“ gesehen. „Es war so unglaublich schön. Vor lauter Faszination habe ich nicht ans Handy gedacht“, sagt eine Leserin der Kleinen Zeitung. Und auch in Matrei in Osttirol wurde das leuchtende Himmelsobjekt gesehen.
Auf der Instagram-Seite von „klagenfurt_elite“ gab es Meldungen aus Klagenfurt, Villach oder Steindorf am Ossiacher See. Auch Videos des „Feuerballs“ sind bereits aufgetaucht. So filmte ein Autofahrer diesen mit der Dashcam auf der Autobahn im Bereich Griffen.
„Feuerball“ war Meteorit
Beim Astronomischen Arbeitskreis Salzkammergut gingen bis Sonntagfrüh zahlreiche Meldungen aus Österreich ein. „Wir haben bis jetzt etwa 40 Augenzeugenberichte bekommen“, sagt Obmann Erwin Filimon. Laut dem Experten handelte es sich bei dem „Feuerball“ um einen Meteoriten, der in die Erdatmosphäre eingedrungen ist. Filimon: „Es war definitiv kein abstürzender Satellit.“ Ob Teile des Meteoriten den Boden erreicht haben, müssen jetzt Forscher klären. Das werde laut Filimon von Experten in Tschechien untersucht, die auch die Flugbahn berechnen. In Österreich nimmt auch das Naturhistorische Museum (NHM) Wien „Feuerkugel“-Meldungen auf seiner Website entgegen. Von der Kamera auf dem Dach des NHM wurde der „Feuerball“ um 20:58 Uhr ebenfalls eingefangen.
Dieses Video ist auf „klagenfurt_elite“ zu sehen:
Meteoritensuche in Kärnten
Auch im Juni 2022 war ein „Feuerball“ über Kärnten zu sehen. Ein Forscher des NHM reiste mehrmals aus Wien an und begab sich im Grenzgebiet der Bezirke Völkermarkt und Wolfsberg auf die Suche nach möglichen Meteoriten-Bruchstücken.
Mysteriöse Spirale
Erst Ende März wunderten sich zahlreiche Österreicher über einen leuchtenden, spiralförmigen „Himmelskörper“. Auch in anderen Ländern Europas tauchte die leuchtende Spirale am Nachthimmel auf. Eine Erklärung dafür war schnell gefunden.