Vergleichsweise glimpflich kam der Süden Österreichs davon, als in der Nacht auf Freitag mit Tief Charlie der Wind über Kärnten und Osttirol fegte. Laut Wetterdienst Ubimet wurden in Obervellach 90 km/h gemessen, in Friesach 66 km/h und durch das Lavanttal zog der Sturm mit 60 km/h. Er hinterließ etwa in St. Paul und Frantschach-St. Gertraud entwurzelte Bäume und sorgte für Feuerwehreinsätze.

Auf Charlie folgt in Kärnten und Osttirol Hoch Beate. Während die Temperaturen am Freitag noch mehr als 5 Grad erreichten, wird es nun von Tag zu Tag kälter, womit auch das Eislaufvergnügen fortgesetzt werden kann, aktuelle Informationen gibt es auf der Homepage des Einlaufvereins Wörthersee.

Samstagfrüh sind in Osttirol und Kärnten bis zu -7 Grad zu erwarten, am Sonntag schon bis zu -10 Grad. „Nach teils strengem Morgenfrost kommen die Temperaturen tagsüber über -3 bis +2 Grad nicht hinaus. Zudem kann vor allem in den Föhntälern im Norden lebhafter Nordwind auffrischen, wodurch die Kälte verschärft wird“, berichtet die GeoSphere Austria. „Insgesamt ist mit einem Temperatursturz von 15 Grad zu rechnen. Der kälteste Tag wird der Montag mit -10 Grad in Oberkärnten, -9 Grad in Unterkärnten und -18, -19 oder sogar -20 Grad im Defereggental. Auch auf 1500 Metern Seehöhe kühlt es von derzeit +5 auf -10 Grad ab“, sagt Meteorologe Nikolas Zimmermann vom Wetterdienst Ubimet.

Sonne dominiert nächste Woche

Zu Wochenbeginn werden auch die Tage frostig sein. „Es geht dann aber im Laufe der nächsten Woche mit den Temperaturen wieder langsam bergauf“, erklärt Zimmermann. Abgesehen von regionalen Nebelfeldern, die sich rasch lichten werden, scheint die ganze Woche die Sonne.

Kein Schnee in Sicht

Schnee ist nicht in Sicht, Zimmermann wagt sogar einen Ausblick für den gesamten Jänner: „Das Hoch dominiert, auch in der zweiten Monatshälfte ist kaum Niederschlag zu erwarten.“