Weiße Weihnachten - das wünschen sich viele. In Teilen Kärntens dürfte dieser Wunsch nach dem Schneefall Sonntagabend auch in Erfüllung gehen. Zuvor sorgte die weiße Pracht jedoch für Probleme auf den Straßen. Die Feuerwehren mussten in Kärnten zu Verkehrsunfällen ausrücken. So gab es kurz nach 21 Uhr Sirenenalarm für die Freiwillige Feuerwehr Wernberg. Zwei Pkw wurden auf der Köstenberger Straße bei winterlichen Verhältnissen in einen Unfall verwickelt. Ein Auto rutschte in der Folge über eine Böschung. Einsatzleiter Peter Reichmann: „Das Auto wurde mittels Abschleppseil durch unser Tanklöschfahrzeug auf die Straße zurückgezogen.“ Die Feuerwehr Wernberg stand mit zwei Fahrzeugen und rund 20 Mitgliedern im Einsatz.

Fahrzeuge blieben hängen

Auch auf dem Wurzenpass kam es zu Unfällen, wie die FF Siebenbrünn-Riegersdorf und Arnoldstein auf ihren Facebook-Seiten berichten. Ein Auto rutschte auf der Schneefahrbahn in einem Steilstück von der Fahrbahn. Auch ein weiteres Fahrzeug kam von der Straße ab. In Richtung Turracher Höhe blieben laut Landesalarm- und Warnzentrale immer wieder Fahrzeuge hängen. In Klagenfurt hat es Sonntagabend gekracht. Dort kam es auf dem Völkermarkter Ring zu einem Unfall. Die FF Zell-Gurnitz rückte gegen 22 Uhr nach Gurnitz aus. Ein Pkw war von der schneeglatten Straße abgekommen.

Unfall nach Ausweichmanöver

Auf der Südautobahn A2 kam Sonntagabend ein 21-jähriger Lenker aus dem Bezirk Völkermarkt auf Höhe Velden im Zuge eines Ausweichmanövers ins Schleudern. „Der Mann gab an, wegen zwei auf der Fahrbahn stehender Fahrzeuge ausgewichen zu sein“, teilte die Polizei Montagfrüh mit. Bei dem Unfall wurden die beiden Mitfahrer, 18 und 21 Jahre alt, unbestimmten Grades verletzt. Sie mussten von der Rettung ins LKH Villach gebracht werden. Am Pkw entstand schwerer Sachschaden.

Schneekettenpflicht

Auch Montagfrüh herrschte laut Antenne Kärnten noch Schneekettenpflicht auf einigen Bergstraßen in Kärnten, etwa über den Katschberg oder die Flattnitz. Am Vormittag ist davon nur noch der Wurzenpass betroffen.

Sonnig und kalt

Der Montag gestaltet sich sonnig und kalt, die Höchstwerte werden sich bei null Grad einpendeln. Am Heiligen Abend selbst klettert das Thermometer auf fünf bis sechs Grad Celsius. Für Ubimet ist sieben Uhr früh eine wichtige Richtmarke: „Wenn um diese Uhrzeit Schnee liegt, sprechen wir von weißen Weihnachten. Das ist im Rahmen des Möglichen“, sagt Meteorologe Konstantin Brandes.

„Perfektes Skiwetter“

Wie sehen die Prognosen für die weiteren Tage aus? „Es wird relativ ruhig. Am Christtag wird es sonnig, es wird perfektes Skiwetter geben“, sagt der Meteorologe. Die Vorhersagen für den Stefanitag seien „noch extrem unsicher“. Ab Freitag stellt sich dann Hochdruckeinfluss ein, der bis ins Neue Jahr hineinreichen soll. Auf den Bergen sei mit deutlichen Plusgraden zu rechnen, in den Tälern wird es kälter sein, so Brandes.