Ein leerstehendes Haus im Rosental war gar nicht so leer, wie alle dachten. Im Gegenteil: Es war voll mit Cannabis-Pflanzen, Anbau-Zubehör und Verpackungsmaterial.

„Am Freitag ist eine Hausdurchsuchung in dem derzeit unbewohnten Wohnhaus erfolgt“, heißt es von der Polizei. Die Folge: Beamte des Kriminaldienstes konnten einer 36-jährigen Frau aus dem Bezirk Klagenfurt-Land den Anbau und die Erzeugung von fast sechs Kilogramm Cannabis nachweisen. Vor Ort stellten die Ermittler eine professionell betriebene Cannabis-Indoor-Plantage mit 211 Cannabispflanzen sicher. In der Wohnung der Frau wurden rund vier Kilogramm Cannabis, szenetypische Verpackungen, zwei Laptops, zwei digitale Waagen, eine Mühle und mehrere Handys sichergestellt.

Geständnis

Im Zuge der Einvernahme zeigte sich die 36-Jährige geständig, im Zeitraum von Mai 2023 bis jetzt insgesamt dreimal Cannabis zum Zweck der Suchtmittelgewinnung angebaut zu haben. Insgesamt soll sie laut Polizei 5,7 Kilogramm Cannabis erzeugt haben. Davon habe sie rund 1,8 Kilogramm Cannabis gewinnbringend an Dritte weiterverkauft. Die 36-Jährige wird über Anordnung der Staatsanwaltschaft Klagenfurt auf freiem Fuß angezeigt.

Wie kamen die Ermittler auf das Cannabis-Haus? „Es gab einen anonymen Hinweis“, sagt Polizeisprecherin Kristina Kapellari. Die Polizei ging dem Tipp nach und entdeckte das Haus „mit illegalem Garten“ im Rosental. Die Ermittlungen haben mehrere Monate lang gedauert.