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27 Meter lange StreckeEs wurde laut: Rover schickt Audio-Aufnahme von Mars-Fahrt

16 Minuten Tonaufnahme von einer 27 Meter langen Fahrt, in der sich "Perseverance" über Gestein des Roten Planeten kämpft, fasziniert die Forscher.

© (c) AP
 

Der Rover "Perseverance" hat erstmals eine Audio-Aufnahme von einer Fahrt über den Mars geschickt. Es handle sich um die erste Aufnahme dieser Art überhaupt, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA in der Nacht zum Donnerstag mit. Die rund 16-minütige Tonaufnahme sei bei der etwa 27 Meter langen Fahrt des Rovers vor einigen Tagen von einem Mikrofon aufgenommen worden.

"Wenn man mit diesen Rädern über Steine fährt, dann ist das sehr laut", sagte NASA-Ingenieur Vandi Verma. Das liege unter anderem daran, dass die Räder von "Perseverance" (auf Deutsch etwa: Durchhaltevermögen) aus Metall seien.

"Wenn ich diese Geräusche in meinem Auto hören würden, würde ich anhalten und den Abschleppdienst anrufen", ergänzte NASA-Kollege Dave Gruel. "Aber wenn man darüber nachdenkt, was man da hört und wo es aufgenommen wurde, dann ergibt das Sinn." Zuvor hatte der Rover unter anderem Ton-Aufnahmen von seiner Landung und vom Ausprobieren seines Lasers zur Erde geschickt.

"Perseverance", rund 1000 Kilogramm schwer und so groß wie ein Kleinwagen, war am 18. Februar nach 203 Flugtagen mit einem riskanten Manöver in einem ausgetrockneten See auf dem Mars aufgesetzt. Diesen See mit einem Durchmesser von etwa 45 Kilometern soll der Rover in den kommenden zwei Jahren untersuchen.

Foto © (c) AFP

Entwicklung und Bau des rund 2,5 Milliarden Dollar (etwa 2,2 Milliarden Euro) teuren Gefährts hatten acht Jahre gedauert. Es soll auf dem Mars nach Spuren früheren mikrobiellen Lebens suchen sowie das Klima und die Geologie des Planeten erforschen.

Kommentare (1)
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Adiga
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2
Lesenswert?

in einem ausgetrockneten See auf dem Mars aufgesetzt...

Wenn ich diesen vermeintlichen See mit ungetrübten Blick anschaue, würd ich sagen, dass die Gegend dort noch nie Wasser gesehen hat.

Selbst die Bodenerosion durch den Wind scheint ziemlich schwach zu sein, wenn man bedenkt, dass dort sonst gar nichts über Milliarden von Jahren zur Umgestaltung beigetagen hat. (Abgesehen früher häufiger standgefundenen Metorideneinschägen.) Die Steine und die ganzen Ablagerungen deuten gar nicht darauf hin, das hier jemals Wasser im Spiel war... hm? Außer der Wind und spätere Einschläge hätten die Spuren der Erosion durch Wasser völlig ausgelöscht...

Wenn es aber nur kurz mal Wasser gegeben hat - für Schrecksekunde lang - wenn die großen Zeiträume berücksichtigt, wird die Zeitspanne wo es Wasser gab nicht ausgereicht haben, um Leben entstehen zu lassen. Nicht einmal Mikroben und Bakterien...

Nun ja, ich hab da nachwievor Zweifel daran, dass es sich dabei um einen ehemaligen See handelt, und wenn ich das so sehe noch mehr.

Meine Prognose: Die ganze Mission wird keinen Nachweis für einstiges Leben auf dem Mars finden,