Omikron breitet sich rasant aus Niederlande gehen über Weihnachten in den Lockdown

Ministerpräsident Rutte kündigt Schließungen ab Sonntag bis mindestens 14. Jänner an.

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In Den Haag wurde gegen den bevorstehenden Lockdown protestiert: vergebens
In Den Haag wurde gegen den bevorstehenden Lockdown protestiert: vergebens © (c) AP (Peter Dejong)
 

Die Niederlande haben kurz vor Weihnachten wegen der Omikron-Variante des Coronavirus einen neuen strengen Lockdown verhängt. Von diesem Sonntag an müssen fast alle Geschäfte, Gaststätten, Kultur- und Sporteinrichtungen, Schulen und Friseure schließen. Ausgenommen sind nur Einrichtungen wie Supermärkte und Apotheken, die für die Versorgung wichtig sind.

Die extrem schnelle Verbreitung der Omikron-Variante zwinge zu diesen harten Maßnahmen, sagte Ministerpräsident Mark Rutte am Samstagabend in Den Haag. "Es ist unvermeidlich. Wir müssen eingreifen, um Schlimmeres zu verhindern."

Lockdown bis zum 14. Jänner

Zu Hause darf man nun in der Regel nur noch zwei Gäste empfangen - nur zu Weihnachten sind es vier. Der Lockdown soll zunächst bis zum 14. Jänner gelten, also bis ins neue Jahr hinein. Eine Ausgangssperre werde es vorerst nicht geben, sagte Rutte. Bisher galt in dem deutschen Nachbarland mit etwa 17,5 Millionen Einwohnern schon ein "Abend-Lockdown". Die meisten Geschäfte, Gaststätten sowie Kultur- und Sporteinrichtungen mussten um 17 Uhr schließen.

Mit Auffrischungsimpfungen in Verzug

Das Beratergremium der Regierung hatte wegen der Omikron-Variante dringend zu dem strengeren Lockdown geraten. Es müsse Zeit gewonnen werden, um so viele Menschen wie möglich mit einer Booster-Impfung vor einer Covid-19-Erkrankung zu schützen. Die Niederlande sind im Vergleich zu anderen Ländern mit Auffrischungsimpfungen in Verzug.

Die Omikron-Variante verbreitet sich nach Angaben der Experten viel schneller aus als bisher erwartet. In Amsterdam verdoppelt sich die Zahl der Infektionen alle zwei bis drei Tage. Bereits vor Weihnachten werde diese Variante in der Hauptstadt dominant sein, hieß es. Zur Zeit sinkt die Zahl der Neuinfektionen zwar. Doch die Krankenhäuser stehen unter hohem Druck, so dass sie nach Befürchtung der Experten einen weiteren Zustrom von Patienten nicht auffangen könnten.

In den vergangenen sieben Tagen ging die Zahl der Neuinfektionen im Vergleich zur Vorwoche um etwa 24 Prozent zurück. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Samstag bei 617. Zum Vergleich: In Deutschland wurden zuletzt knapp 322 Infektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen registriert.


Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

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Kommentare (6)
tupper10
2
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Warum in diesem Artikel immer der Vergleich mit Deutschland?

Der Vergleich mit Österreich wäre für die Leserinnen und Leser der KlZtg wohl interessanter.

lombok
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7
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Ist dieser Bericht jetzt für Österreich wichtig?

Wir waren gerade im Lockdown! Und jetzt???

Schaumal1
37
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Die Niederlande sind kein deutsches Nachbarland

Bitte korrigieren

lieschenmueller
0
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kein deutsches Nachbarland

DAS wäre neu :-)

tupper10
6
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Schaumal1 hat Recht

Ein "deutsches Nachbarland" wäre Bayern. Die Niederlande sind weder ein Nachbarland Österreichs, noch sind sie deutsch.

karin666
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Herumreiterei 🤦🏻‍♀️

Nachbarland von Deutschland. Wäre Ihnen diese Wortwahl lieber gewesen?
Warum müssen manche Menschen nur kritisieren? Ich glaube, jeder weiß, was mit „deutschem Nachbarland“ gemeint ist…