Corona in OsterreichFast die Hälfte aller Neuinfizierten ist jünger als 25

Sieben-Tages-Inzidenz liegt bei 15- bis 24-Jährigen aktuell bei 133,3. Was auffallend ist: Nur wenige in dieser Altersgruppe wollen sich noch impfen lassen.

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© AFP
 

45,9 Prozent der Neuinfektionen mit dem Coronavirus haben in der Vorwoche Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene betroffen, die noch keine 25 Jahre alt sind. Das geht aus einer von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) vorgenommenen Aufschlüsselung nach einzelnen Altersgruppen zu den 3.316 zwischen 26. Juli und 1. August behördlich nachgewiesenen Infektionen mit SARS-CoV-2 hervor.

Damit erfasst das Coronavirus weiter vor allem die Jugend. Allein 37,9 Prozent aller neuen Fälle sind in der Vorwoche auf die Gruppe der 15- bis 24-Jährigen entfallen. Die Sieben-Tages-Inzidenz betrug in dieser Altersklasse 133,3 je 100.000 Einwohner. Zum Vergleich: Bezogen auf die gesamte Bevölkerung liegt in Österreich die Sieben-Tages-Inzidenz gegenwärtig bei 37,1.

Unterdurchschnittliche Impfquote

In diesem Zusammenhang auffallend ist die unterdurchschnittliche Impfquote bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Während in Österreich aktuell 67,21 Prozent der impfbaren Bevölkerung - Personen, die den zwölften Geburtstag bereits gefeiert haben - zumindest einen Erststich erhalten haben und 59,26 Prozent vollimmunisiert sind, liegt der Anteil der vollständig Geimpften bei den 15- bis 24-Jährigen deutlich unter 40 Prozent: 36,36 Prozent der Mädchen bzw. jungen Frauen und 35,45 Prozent der Burschen bzw. jungen Männer in dieser Altersklasse sind vollimmunisiert, 51,25 der Mädchen und 49,99 Prozent der Burschen haben eine erste Injektion gegen Covid-19 erhalten.

Praktisch keinen Zuspruch hat die Corona-Schutzimpfung bisher bei Mädchen und Buben im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren erfahren. Von den Schülerinnen und Lehrlingen haben sich bisher 3,73 Prozent zumindest ein Mal impfen lassen, 1,51 Prozent sind vollimmunisiert. Bei den Buben sind es 3,82 bzw. 1,55 Prozent. Allerdings gibt es in dieser Altersgruppe vergleichsweise wenige Corona-Infektionen - in der Vorwoche wurden in der Gruppe der Sechs- bis 14-Jährigen 188 neue Fälle registriert, was 5,7 Prozent aller Neuinfektionen ausmachte. Kleinkinder bis zum fünften Lebensjahr trugen mit 76 neuen Fällen bzw. 2,3 Prozent zum Infektionsgeschehen bei.

Über 45-Jährige relativ sicher

Betrachtet man die aktuellen AGES-Zahlen, haben statistisch betrachtet über 45-Jährige gegenwärtig recht gute Chancen, sich nicht mit Corona anzustecken, wobei es eine wesentliche Rolle spielen dürfte, dass mit steigendem Alter die Impfbereitschaft zunimmt. 82,5 Prozent aller nachgewiesenen Infektionen betrafen zuletzt unter 45-Jährige. Der Anteil der Infizierten, die älter als 65 sind, machte in der vergangenen Woche gerade ein Mal 3,7 Prozent aus.

Dass die Schutzimpfung gegen Corona bei den Senioren gegriffen hat, macht das Impfdashboard des Gesundheitsministeriums deutlich. Der Anteil der vollständig geschützten Geimpften liegt bei den 65- bis 74-Jährigen derzeit bei den Frauen bei 78,44 Prozent, bei den Männern bei 79,98 Prozent. Bei den 75- bis 84-Jährigen hält man bei den Frauen inzwischen bei 83,84 Prozent, bei den Männern bei 87,24 Prozent. Von den Senioren, die älter als 84 sind, sind 82,7 Prozent der Frauen und 91,45 der Männer vollimmunisiert.


Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie bei sich Erkältungssymptome bemerken, dann gilt zunächst: zu Hause bleiben und Kontakte zu Mitmenschen meiden! Tritt zusätzlich Fieber auf oder verschlechtert sich der Zustand, dann sollte das Gesundheitstelefon 1450 angerufen werden. Bei allgemeinen Fragen wählen Sie bitte die Infoline Coronavirus der AGES: 0800 555 621 .
Die Nummer 1450 ist nur für Menschen mit Beschwerden! Es gilt: Zuerst immer telefonisch anfragen, niemals selbstständig mit einem Corona-Verdacht in Arztpraxis oder Krankenhaus gehen!

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Bobby_01
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Ist wohl klar

Weil sich diese Altersgruppe bei der nachtgastro rumtreibt.

owlet123
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Noch keine Impfung


Und weil genau diese Gruppe noch keine Impfung erhalten hat oder diese noch nicht lange genug zurück liegt, um ausreichend Schutz zu liefern. Auch bei einer Anmledung im Februar kam diese Altersgruppe (wenn nicht unrechtmäßige Angaben gemacht wurden oder man "halt jemanden kennt") erst Anfang Juli - genau zum Aufsperren der Nachtgastro - Erstgeimpft und die Versuchung ist für viele nach 1,5 Jahren einfach zu groß. Vielleicht wäre eine Verzögerung der Nachtgastro-Öffnung bis Anfang/Mitte August sinnvoll gewesen.

Hildegard11
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So viel zum Thema...

...Verantwortung der nä. Generation.