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Sputnik VKreise: Von der Leyen offen für Zulassung von russischem Impfstoff

Eine am Dienstag veröffentliche Studie hatte ergeben, dass Sputnik V zu mehr als 90 Prozent wirksam ist.

© APA (AFP)
 

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich nach Angaben aus Parlamentskreisen offen für eine mögliche Zulassung des russischen Corona-Impfstoffs in der Europäischen Union gezeigt. Wenn die russischen ebenso wie die chinesischen Hersteller Transparenz zeigten und "alle Daten" zu ihren Vakzinen offenlegten, könnten sie möglicherweise Zulassungen erhalten, wurde von der Leyen am Dienstag von EU-Parlamentariern zitiert.

Die Kommissionschefin hatte mit den Abgeordneten über die Corona-Lage gesprochen. Sie steht wegen Verzögerungen bei der Lieferung von Impfdosen an die EU-Staaten derzeit stark in der Kritik. Auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel zeigte sich offen für eine Zulassung des russischen Impfstoffs Sputnik V. Jedes Vakzin sei in der EU "herzlich willkommen", sofern die EU-Arzneimittelbehörde EMA dies empfehle, sagte sie in der ARD-Sendung "Farbe bekennen".

"Chance für Österreich"

In Österreich hieß es am Dienstag aus dem Gesundheitsministerium, man werde den Einsatz anderer Impfstoffe im Rahmen der österreichischen Impfstrategie "natürlich genau prüfen", sollte es zu weiteren Zulassungen in der EU kommen. Grundsätzlich sei der Bedarf an Impfdosen durch den gemeinsamen europäischen Beschaffungsprozess aber gut abgedeckt. Zuvor hatte FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer Sputnik V als "eine Chance für Österreich". Es wäre an der Zeit, Kontakt zu Russland aufzunehmen, "so wie es Ungarn bereits erfolgreich getan hat", betonte er.

Zu 90 Prozent wirksam

Eine am Dienstag veröffentliche Studie hatte ergeben, dass Sputnik V zu mehr als 90 Prozent wirksam ist. Laut der von der britischen Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlichten Untersuchung schützte das Vakzin in der dritten und letzten Phase der klinischen Studien 91,6 Prozent der Probanden vor einer symptomatischen Covid-19-Erkrankung. Nach Angaben der Autoren wurde der Impfstoff von den Studienteilnehmern zudem gut vertragen.

Russland hatte bereits im Dezember damit begonnen, Risikogruppen mit Sputnik V zu impfen, und im Jänner seine großangelegte Impfkampagne gestartet. Zugelassen worden war das vom Gamaleja-Forschungszentrum entwickelte und nach einem sowjetischen Satelliten benannte Vakzin in Russland schon im August - noch vor Abschluss der finalen Studien. Dieses Vorgehen war international auf scharfe Kritik und Vorbehalte gestoßen.


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Kommentare (14)
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dieRealität2019
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Einerseits warum nicht Impfstoff aus Russland? Wer kann damit ein Problem haben? Andererseits sollte niemand versuchen die Prpfung der eMA zu beieinflussen, damit eine korrekte Beurteilung erfolgen kann. So einfach ist das eigentlich.

Die Briten sind mit ihrem menschlichen politischen u.a. Rassenhass und Hass gegen Russland draußen. Nicht weniger kann uns die USA mit ihrem menschlichen politischen u.a. Rassenhass beeindrucken. Beide Länder haben in den letzten Jahren Jahrzehnten mehr als genug wirtschaftlichen militärischen aber auch menschlichen Müll vor ihrer Türe und im eigenen Land den sie noch immer nicht bewältigen konnten. Bevor man andre kritisiert sollte man im eigenen Land aufgeräumt haben.
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Langsam sollte man in der EU und in ihren Mitgliedsländer erkennen können, dass wir in der Lage sind wirtschaftliche militärische und gesellschaftspolitische Erkenntnisse für uns selbst in Gemeinsamkeit zu treffen.
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Hass gegenüber anderen Länder und ihre Gesellschaft und Politik, aber auch gegen bestimmte Personen ist dabei für eine positive Entwicklung einer Staatengemeinschaft nicht förderlich.
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Der entscheidende Faktor ist und bleibt die Sache selbst. Wir sollen lernen Emotionalität und Sachlichkeit versuchen zu trennen. Den nur so kann ein klarer Verstand zu einer positiven Entwicklung in allen Lebensbereichen erfolgen und Krisen bewältigt werden.

isogs
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Frage

Warum bestellt Österreich nicht schon? Wenns nicht gebraucht werden sollte, dann an andere Länder verschenken. Alles ist billiger als wieder ein Lockdown.
Also auf was wartet unsere Regierung noch!

ma12
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HaHa

Die haben sicher noch keine Spende an die Türkisen geschickt!

Hazel15
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Warum bestellt Österreich nicht?

Dazu braucht es einer Notzulassung, was bedeutet, das der Staat für etwaiige Folgen haftet und nicht der Hersteller. Das geht in Ungarn (Russland), da sollte jemand probieren den Staat (Orban) zu verklagen, sollte er nach der Impfung grün und blau anlaufen. Übrigens, die Elite in Ungarn und Russland wird mit Impfstoff von Biontech geimpft!!

Immerkritisch
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Woher

wollen sie wissen, womit die Elite geimpft wird?

tschentscherter
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Vollkommen Richtig...

.......ein wahres, vernünftiges Wort. !!!!!

Hako2020
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Vielen

Dank an die Kleine Zeitung für dieses Foto.
Die Predigerin Ursula segnet ihre Untertanen
von der EU-Kanzel aus.

ma12
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HaHa

..und die Frauen posten mit dem "roten Daumen". Ladys, Hirn einschalten schadet nicht. Diese DAME war ja schon als Ministerin total überlastet. Wie kann man so Jemand auf so einen Posten hieven?
Wie gesagt: Maximal die dritte Garde der Politiker kommt nach Brüssel, also de Ramsch!

Willi128
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Wann wird die EU

einsehen, dass andere Staaten wie Russland und China nicht Staaten zweiter Klasse sind und sie auch nicht so behandeln darf? Nur wenn die EU endlich mit diesen Staaten auf Augenhöhe verhandelt, (nicht durch die eurozentrische Brille - "mir san mir" und alles was mir machen ist richtig) werden wir alle von den teilweise bemerkenswerten Errungenschaften dieser Länder profitieren. (Nicht nur Corona Impfstoff sondern z.B. auch Elektomobilität usw.). Eine alte Weisheit Druck erzeugt immer Gegendruck oder wie wir in den Wald hineinrufen schallt es wieder heraus.
Um Gottes Willen ein Impfstoff aus einem "Schurkenstaat" - unmöglich und verpönt. Mit so einer Einstellung werden die Verantwortlichen die EU sicher nicht zukunftstauglich machen.

ma12
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jaja

Diese Staaten sind Brüssel schon lange voraus. Bei uns wird ja nur National gedacht und nicht als Gesamtheit! Da braucht man nur unseren Kanzler und unsere "schöne" EU-Ministerin anhören!

sunny1981
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Den einen bekommen wir nicht dann nehmen wir einfach den anderen,

egal wie er ist

DergeerderteSteirer
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Jetzt könnte es wieder einmal soweit sein das sich die Russen ins Fäustchen lachen, ............

durch die Fehleinschätzungen der EU ergibt sich eine kleine Notlage, da könnte dadurch wieder etwas kräftigst zum dampfen gebracht werden, das Spiel mit Notlagen kann gemein sein, Abhängigkeit ist stets schlecht und nicht ratsam.

tschentscherter
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.... na und

- sollen sie doch lächeln, ist immer noch besser als „grantig“ sein.

Die Amerikaner lachen uns aus (mit Berechtigung), weil wir Europäer so
„AMIGLÄUBIG“ sind. Denen aus der Hand fressen und ach ja, so Analfähig sind.
Wann wird die EU und diese Brüsselbeamten endlich einmal MUNTER.
Es ist zum Kotzen.

Hapi67
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Das könnte als Konjunktiv

hat hier schon ausgedient.
Putin wird sich freuen, wenn er die Schizophrenie der Europäer erlebt.
Morgens geschwind eine medienwirksame Pressemitteilung zwecks Verurteilung im Fall Nawalny fürs gute Gewissen und danach still und leise ans Telefon fürn Impfstoff und das eigene zumindestens politische Überleben.