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Pläne für DeutschlandArbeitsminister will Recht auf Homeoffice einführen

Wo es betrieblich möglich sei, könne künftig jeder Arbeitnehmer das Arbeiten von zu Hause aus einfordern, so der deutsche Arbeitsminister Heil.

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Sujetbild © Andrey Popov - stock.adobe.com (Andrey Popov)
 

Das Recht, von zu Hause aus arbeiten zu dürfen, möchte der deutsche Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) installieren. Die vielfach wegen der Coronakrise genutzte Möglichkeit zum Homeoffice möchte er nun innerhalb von sechs Monaten zum Gesetz machen.

"Ich arbeite an einem neuen Gesetz für ein Recht auf Homeoffice, das ich bis Herbst vorlegen werde", sagte er der "Bild am Sonntag". Während der Coronavirus-Pandemie sei die Zahl der Arbeitnehmer im Homeoffice ersten vorsichtigen Schätzungen zufolge von zwölf auf 25 Prozent aller Beschäftigten gestiegen, sagte Heil. "Das wären acht Millionen Männer und Frauen, die ihren Job gerade von zu Hause aus erledigen."

"Jeder, der möchte und bei dem es der Arbeitsplatz zulässt, soll im Homeoffice arbeiten können - auch wenn die Corona-Pandemie wieder vorbei ist", sagte der deutsche Bundesarbeitsminister. "Wir lernen in der Pandemie gerade, wie viele Arbeiten heutzutage von zu Hause erledigt werden können."

Jeder, der möchte und bei dem es der Arbeitsplatz zulässt, soll im Homeoffice arbeiten können - auch wenn die Corona-Pandemie wieder vorbei ist

Deutscher Arbeitsminister Hubertus Heil

Wo es betrieblich möglich sei, könne künftig jeder Arbeitnehmer das Arbeiten von zu Hause aus einfordern. "Man darf entweder komplett auf Homeoffice umsteigen oder auch nur für ein oder zwei Tage die Woche", sagte Heil. Mit "fairen Regeln" werde er verhindern, dass "sich die Arbeit zu sehr ins Private frisst". Auch im Homeoffice gebe es einen Feierabend - "und zwar nicht erst um 22 Uhr".

Heimarbeit soll aber für die Arbeitnehmer eine freiwillige Möglichkeit bleiben. "Wir wollen mehr Homeoffice ermöglichen, aber nicht erzwingen", sagte Heil. Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) unterstützte den Vorschlag. "Die vergangenen Wochen haben gezeigt, wie viel im Homeoffice möglich ist", sagte er der Zeitung "Das ist eine echte Errungenschaft, hinter die wir nicht mehr zurückfallen sollten."


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Kommentare (6)

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Balrog206
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Wo

Es geht und wer es will ja , aber warum das ganze immer mit einem Rechtsanspruch verordnen wollen ? Hoffe er fängt gleich mit gutem Beispiel bei seiner Partei an !

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Nova79
4
10
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Das wäre auch für Österreich wünschenswert,

denn es zeigt sich jetzt eindeutig, dass das Arbeiten auch von zu Hause funktionieren kann.

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Amadeus005
5
3
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Funktionieren kann ist halt zu wenig

Recht auf Homeoffice ist schwierig. Wenn es einen Termin gibt wo alle anwesend sein müssen. Beispielsweise ein Workshop. Und dann wegen Homeoffice, Dienstreisen kein Termin zu finden ist, dann wird es schwierig. Und trotzdem macht bei uns im Haus im Schnitt jeder 10+ Homeoffice-Tage, weil Handwerker kommen, Kinder krank sind, schlechte Straßenverhältnisse, ...
Aber darauf ein Recht zu haben ist viel was Anderes.
Ach ja und ich verbringe eh 1/3 meiner Arbeitszeit mit Telefonkonferenzen. Auch ohne Corona.

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derhannes
3
12
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Sehr vernünftig

Wenn mindestens die Hälfte der Arbeitszeit von zuhause aus erledigt werden könnte, würde es erhebliche Einsparungen im Verkehrsaufkommen geben - sowohl auf der Straße als auch in der Luft -, die Menschen könnten sich ihre Zeit besser selbst einteilen, würden infolge seltener krank. Das käme dem Arbeitsklima, dem globalen Klima und vielleicht ja auch dem Familienklima zugute. Es gibt bereits Firmen, vor allem amerikanische, die ihre Mitarbeiter lieber von zuhause aus arbeiten und ihnen nicht mal mehr Arbeitszeiten vorschreiben, sondern nur noch Resultate. Diese "neue Flexibilität" wird langfristig überall dort zum Standard werden, wo Arbeiten digital erledigt werden können.

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derhannes
3
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allerdings ....

... kann ich mir vorstellen, dass Österreich auch hier 10 bis 20 Jahre zurückliegen wird.

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Balrog206
8
3
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Tja

Jeder kann selbständig werden , dann kann man sich Home Office selbst verordnen ! Die Sozialisten sind ...

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