Normalerweise hat die katholische Kirche für den Tod eines Papstes eindeutige Vorgaben und Rituale. Da Benedikt XVI. als Papst und Staatsoberhaupt aber bereits 2013 zurückgetreten ist, betritt der Vatikan diesmal Neuland. Auch mit dem heutigen Begräbnis. Betrauert und begraben wird schließlich ein emeritierter Papst, eine Figur, die es bis 2013 noch nicht gegeben hat. Es gibt auch keine jüngeren Präzedenzfälle für die Bestattung zurückgetretener Päpste. Der Letzte, der vor Joseph Ratzinger freiwillig aus dem Amt schied, war Pietro da Morrone alias Coelestin V. Er verstarb 1296 in Gefangenschaft.