Eine Person wird noch vermisstMigranten wollten nach Großbritannien: Mehr als 30 Tote bei Bootsunglück

Mindestens 31 Menschen sind bei dem Untergang eines Bootes, auf dem Migranten von Frankreich nach Großbritannien wollten, gestorben. Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin sprach von der "größten Migrationstragödie", die das Land bisher gesehen habe.

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Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin
Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin © AFP
 

Beim Untergang eines Bootes mit Migranten auf dem Weg von Frankreich nach Großbritannien sind nach Angaben von Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin 31 Menschen gestorben. Die Zahl könne sich nach dem Unglück am Mittwoch aber noch erhöhen. Zunächst war von 33 Todesopfern die Rede. Unter den Verunglückten seien fünf Frauen und ein kleines Mädchen. Darmanin sprach von der "größten Migrationstragödie", die das Land bisher gesehen habe.

Zwei Menschen konnten nach Angaben von Darmanin zunächst gerettet werden. Zumindest eine Person wird noch vermisst. Vier Schlepper, die möglicherweise an der gescheiterten Überfahrt von Frankreich aus beteiligt waren, seien festgenommen worden.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron rief unterdessen zu einer Krisensitzung auf europäischem Niveau auf. Frankreich werde nicht zulassen, dass der Ärmelkanal sich in einen Friedhof verwandele und Schlepper Menschenleben in Gefahr brächten. Die Mittel der Grenzschutzagentur Frontex an den Außengrenzen der EU müssten unverzüglich erhöht werden.

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