Trauerfeier von Prinz Philip Masken, wenige Trauergäste und zwei getrennte Prinzen

Maske und Abstand heißt es bei den britischen Royals auf der Trauerfeier von Prinz Philip, der am Samstag beigesetzt wird. Zudem sollen Prinz William und Prinz Harry nicht direkt nebeneinandergehen.

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Prinz Philip wird am Samstag beigesetzt
Prinz Philip wird am Samstag beigesetzt © AP
 

Großbritanniens königliche Familie muss bei der Trauerfeier für Prinz Philip Schutzmasken tragen und Abstand halten. Das geht aus den Details zur Zeremonie am Samstag auf Schloss Windsor hervor, die am Donnerstag bekannt gegeben wurden.

Statt der Gäste selbst soll wegen der Corona-Ansteckungsgefahr nur ein kleiner Chor bestehend aus vier Personen bei der Zeremonie singen. Außerdem wird die musikalische Untermalung durch die Vertreter der Royal Navy und der Marine eine zentrale Rolle spielen. Zu den 30 Gästen gehören neben dem engsten Familienkreis auch drei Vertreter von Philips adeliger deutscher Verwandtschaft. Der Herzog von Edinburgh und Ehemann von Queen Elizabeth II. war am vergangenen Freitag im Alter von 99 Jahren gestorben.

Das sind die Trauergäste

Neben der Queen werden Prinz Philips vier Kinder anwesend sein: Prinz Charles, 72, Prinzessin Anne, 70, sowie Prinz Andrew, 61, und Prinz Edward, 57. Charles wird von seiner Frau Herzogin Camilla, 73, begleitet. Auch die einzige Tochter des Prinzgemahls wird ihren Ehepartner mitbringen. Prinz Edward wird an der Seite von Sophie, Countess of Wessex, erwartet. 

Darüber hinaus steht Prinz William, 38, gemeinsam mit Herzogin Catherine, 38, auf der Gästeliste. Ihre Kinder bleiben der Beisetzung fern. Prinz Harry, 36, wird seinem Großvater am Samstag ebenfalls die letzte Ehre erweisen – das allerdings ohne Herzogin Meghan. Weitere Gäste sind: Prinzessin Beatrice und Edoardo Mapelli Mozzi, Prinzessin Eugenie und Jack Brooksbank, Zara und Mike Tindall, Peter Phillips sowie Lady Louise Windsor und James Viscount von Severn.

Neben den britischen Royals werden außerdem Verwandte aus Deutschland erwartet. Donatus, Prinz Landgraf von Hessen, und Philipp, Prinz zu Hohenlohe-Langenburg, sowie Bernhard, Erbprinz von Baden, befinden sich bereits in Quarantäne, um bei der Beisetzung dabei sein zu können.

Darüber hinaus wurden Queen Elizabeths Cousins Prinz Richard und Prinz Edward, der Herzog von Kent, eingeladen sowie Prinzessin Alexandra. Auch die Tochter von Queen Elizabeths verstorbener Schwester Prinzessin Margaret, Lady Sarah Chatto, wird mit ihrem Ehemann nach Windsor reisen. Ebenso ihr Bruder, der Earl of Snowdon. 

Keine Uniformen

Zudem bestätigte der Buckingham-Palast, dass die Royals nicht in militärischen Uniformen auftreten werden. Die Männer sollen demnach einen sogenannten Morning Coat oder Cutaway tragen, das Gegenstück zum Frack, der nur für abendliche Anlässe vorgesehen ist. Berichten zufolge soll damit vermieden werden, dass Prinz Harry als einziges männliches Mitglied der engsten Familie keine Uniform trägt. Laut Protokoll darf er das nicht mehr, nachdem er seine militärischen Titel mit dem Rückzug aus dem Königshaus ablegen musste.

Prinz William und Prinz Harry werden nicht direkt nebeneinander, sondern getrennt durch ihren Cousin Peter Phillips hinter dem Sarg ihres Großvaters gehen. Es wird mit Spannung erwartet, ob das Wiedersehen im Rahmen der Trauerfeier zu einer Annäherung zwischen den beiden Brüdern führen kann. Seit dem Rückzug von Harry und seiner Frau Meghan aus dem Königshaus haben sich die Gräben vertieft.

Wie wird die Trauerfeier ablaufen?

Zunächst wird der am vergangenen Freitag mit 99 Jahren verstorbene Herzog von Edinburgh in der Privatkapelle des königlichen Schlosses aufgebahrt. Am Samstag wird der Sarg um 14.40 Uhr (15.40 Uhr MESZ) aus der Kapelle gebracht und auf einen umgebauten Land Rover gesetzt. Die Prozession führt anschließend quer durch die Innenhöfe des Schlosses an das andere Ende der Anlage, wo die St.-Georgs-Kapelle liegt. In dem prachtvollen gotischen Gotteshaus findet die Trauerfeier statt. Der Sarg soll um 15.53 Uhr MESZ am Eingang der Kapelle eintreffen. Für 16.00 Uhr MESZ ist eine landesweite Schweigeminute angesetzt.

Da aufgrund der Corona-Beschränkungen nur 30 Gäste an einer Trauerfeier teilnehmen dürfen, ist die Anwesenheit in der St.-Georgs-Kapelle voraussichtlich auf die Mitglieder der Königsfamilie und Philips Privatsekretär Archie Miller-Bakewell beschränkt, wie die Royals auf ihrer Homepage bekannt gaben. Justin Welby, der Erzbischof von Canterbury, soll die Trauerzeremonie leiten.

Im Anschluss an die Feier wird der Leichnam des Prinzen in der königlichen Gruft beigesetzt. Nach Medienberichten soll dies jedoch nicht der endgültige Begräbnisort von Prinz Philip bleiben. Sobald seine Gemahlin, Königin Elizabeth, ebenfalls verstorben ist, sollen beide gemeinsam in einem 1969 errichteten Zubau der St.-Georgs-Kapelle bestattet werden, wo bereits Elizabeths Eltern George VI. und die als "Queen Mum" bekannte Königinmutter Elizabeth sowie Prinzessin Margaret, die Schwester der Queen, liegen.

Das Volk soll fernbleiben

Der Bürgermeister von Windsor hatte die Öffentlichkeit zuletzt gebeten, während der Trauerfeierlichkeiten den Schlossanlagen fernzubleiben. "Wir müssen jeden bitten, die eigene Gesundheit und Sicherheit und die von anderen ganz oben auf die Prioritätenliste zu setzen und nicht nach Windsor zu kommen", sagte John Story der Nachrichtenagentur PA laut dpa. Er wies zudem darauf hin, dass die gesamte Zeremonie hinter den Schlossmauern stattfinden und daher von außen gar nicht sichtbar sein werde. Auch die Königsfamilie rief die trauernden Menschen auf, die Feierlichkeiten im Fernsehen zu verfolgen.

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Abschied von Prinz Philip: Im Vorjahr feierte Prinz Philip den 99er

Kurz nach dem 94. Geburtstag der Queen im Vorjahr gab es bei den Windsors schon wieder etwas zu feiern. Elizabeths Gemahl, Prinz Philip, hat am 10. Juni 2020 das stolze Alter von 99 Jahren erreicht.

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An große Festivitäten war aber nicht zu denken. Viel mehr als Zoom-Botschaften aus dem Kreis der Familie und ein „privates“ Abendessen mit der Monarchin waren wegen der Corona-Pandemie nicht drin.

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Seit Mitte März des Vorjahres schirmten sich Philip und Elizabeth in Windsor Castle ab.

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In Sandringham, seinem Ruhesitz, hatte Philip davor die meiste Zeit verbracht. Zur Ruhe gesetzt hat sich der Stammesälteste der Royals vor rund drei Jahren. Nach 22.219 Auftritten im Dienst der Krone hatte er genug.

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