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Im PorträtCovid-Impfstoff: So ticken die Biontech-Gründer

Ugur Sahin und Özlem Türeci, Kinder türkischer Einwanderer in Deutschland, geben der Welt Hoffnung: Ein Vakzin ihres Unternehmens Biontech soll dem tückischen Coronavirus hochwirksam den Garaus machen. Ein kongeniales Forscher-Ehepaar und seine Ziele im Porträt.

Biontech-Gründer: Ugur Sahin und Özlem Türeci
Biontech-Gründer: Ugur Sahin und Özlem Türeci © (c) imago images/Ritzau Scanpix (Stefan F. Soaa�mmer via www.ima via www.imago-images.de)
 

Ist es tatsächlich der Durchbruch? Der Planet unter dem pandemischen Damoklesschwert blickt hoffnungsvoll auf den Impfstoff-Kandidaten BNT162b2 und die Menschen dahinter: Das kongeniale, dem Mainzer Unternehmen Biontech vorstehende Forscherduo Ugur Sahin und Özlem Türeci ist auch privat miteinander verbunden. Bereits im Jänner, als Corona in Deutschland und im restlichen Europa noch kaum jemand am Radar hatte, legten sie los – ausgehend von sehr frühen Berichten über die Ausbreitung des Virus in China. Die beiden Mediziner und Forscher ahnten längst die Tragweite und verschrieben sich dem „Menschheitsprojekt“, wie Sahin es nennt. Anders gesagt: Ein wirksames Mittel gegen eine Infektion solle einmal gerecht der ganzen Welt zustehen und nicht nach politischem Dafürhalten (wie vor allem jenes des Noch-US-Präsidenten Donald Trump) vorab zugeteilt werden.

Projekt „Lightspeed“ erreichte Ende Juli die dritte Phase, in der in verschiedenen Ländern die entscheidende Studie zur Zulassung startete. 90-prozentigen Schutz soll der Impfstoff laut aktuellen Angaben bieten – das liegt weit über der Schwelle von 50 Prozent, die von Gesundheitsbehörden üblicherweise als für eine Zulassung notwendig erachtet wird. Und auch wenn Fragen offen sind (nicht zuletzt zur Logistik rund um Transport und Lagerung) bzw. das Vakzin noch nicht am Markt verfügbar ist, sind die Vorzeichen jedenfalls gut – das internationale Echo ist geradezu euphorisch.
Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat ein Schritt-für-Schritt-Verfahren angeschoben, noch im November will man zusammen mit dem US-Partner Pfizer eine Notfallzulassung in den Vereinigten Staaten beantragen. Der Onkologe pocht dabei auf die „Einhaltung von „fundierten wissenschaftlichen Prinzipien“ und „höchsten ethischen Standards“ – trotz des unsagbaren Zeitdrucks, unter dem die Welt nun steht.

Kommentare (3)
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willfurth
20
5
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Ist das nicht die Firma,

in die der "philanthrop" Bill Gates vor einem Jahr 50.000.000 investiert hat. Na ja, da wird sich wohl bald eine gemeinnützige Organisation über eine riesige Spende freuen könne, denn behalten wird er den Gewinn ja nicht, der Menschenfreund...

petera
3
16
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Wenn das das Einzige ist was Ihnen

dazu einfällt, sind Sie äußerst bemitleidenswert.

romagnolo
1
28
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Beeindruckend!

Ich wünsche weiterhin viel Erfolg.