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Explosion in BeirutHilfszusagen aus aller Welt für den Libanon

Der libanesische Ministerpräsident Diab bat nach der Explosion in einer Fernsehansprache alle befreundeten Staaten um Hilfe. Zusagen kamen aus aller Welt, darunter auch von Israel und dem Iran.

© APA (AFP)
 

Der libanesische Ministerpräsident Hassan Diab hat nach den verheerenden Explosionen in der Hauptstadt Beirut alle befreundeten Staaten um Hilfe gebeten. Zusagen kamen aus aller Welt, darunter auch von Israel und dem Iran. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel sagte dem Libanon Unterstützung zu, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigte die Lieferung medizinischem Hilfsmaterials an.

Zu den ersten Ländern, die ihre Hilfe zusagten, gehörten die Golfstaaten. Katar will demnach Feldlazarette zur Versorgung der tausenden Verletzten schicken. Kuwait sagte die Entsendung medizinischer Nothilfe zu. Jordaniens Außenminister Ayman Safadi erklärte, sein Land sei zu jeder Hilfe bereit, die der Libanon nun benötige. Ähnlich äußerte sich der Iran. Sein Land bete zudem für das "großartige und widerstandsfähige Volk des Libanon", twitterte Außenminister Mohammad Javad Zarif.

Fakten

Nach den schweren Explosionen im Hafen von Beirut hat das libanesische Rote Kreuz die Zahl der Toten auf mindestens 100 beziffert. Mehr als 4.000 weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die Organisation am Mittwoch mit. "Unsere Teams setzen die Such- und Rettungsaktivitäten in den umliegenden Gegenden fort." Das Gesundheitsministerium hatte die Zahl der Todesopfer zuletzt mit 78 angegeben und von knapp 4.000 Verletzten gesprochen.

Die Explosionen hatten die Hauptstadt des Libanon am Dienstag erschüttert und schwere Verwüstungen angerichtet. Laut Ministerpräsident Hasan Diab waren 2.750 Tonnen Ammoniumnitrat detoniert. Das Material sei seit sechs Jahren ohne Vorsichtsmaßnahmen in einem Lagerhaus untergebracht gewesen. Der Sicherheitschef der Regierung, Abbas Ibrahim, sagte, das Ammoniumnitrat sei seinerzeit beschlagnahmt worden. Die Substanz kann zur Herstellung von Sprengstoff verwendet werden.

Libanon: Beirut von Explosionen erschüttert

Zwei gigantische Explosionen erschütterten am Dienstagnachmittag die libanesische Hauptstadt Beirut.

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Dutzende Tote und Tausende Verletzte sind zu beklagen.

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Ein Sprengstofflager im Hafen der Stadt ist explodiert. Die Hintergründe waren in den ersten Stunden nach den Detonationen noch unklar.

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Israel bot Hilfe an

Selbst Israel, das sich formell immer noch im Krieg mit dem Nachbarn befindet, bot humanitäre Hilfe an: Über die internationalen Vermittler hätten Verteidigungsminister Benny Gantz und Außenminister Gabi Ashkenasi "medizinische und humanitäre sowie sofortige Nothilfe angeboten", hieß es in einer Erklärung. Ägypten äußerte sich unterdessen "tief besorgt" über die Zerstörungen. Der Chef der Arabischen Liga, Ahmed Abul Gheit, äußerte sein Beileid und betonte gleichzeitig die "Notwendigkeit, die Wahrheit über die Explosionen herauszufinden".

Die Europäische Union sei bereit, Hilfe und Unterstützung zu leisten, teilte auch EU-Ratspräsident Charles Michel am Dienstagabend mit. Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat in Reaktion auf die Explosion in der libanesischen Hauptstadt Beirut via Twitter erklärt, "unsere Gedanken sind bei den Menschen im Libanon, bei den Verletzten und den Familien der Opfer".

US-Außenminister Mike Pompeo wiederum sprach den Betroffenen sein "tief empfundenes Beileid" aus. Die USA stünden angesichts der "schrecklichen Tragödie" bereit, dem Libanon zu helfen. Russland Präsident Wladimir Putin erklärte, sein Land teile den Schmerz des libanesischen Volks und hoffe, dass alle Verletzen rasch wieder genesen werden.

Kommentare (1)

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pescador
0
8
Lesenswert?

2.750 Tonnen Ammoniumnitrat ungesichert in einem Lagerhaus....

Was soll man dazu noch sagen.....