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CoronavirusAutozulieferer Webasto schließt Zentrale in Bayern

Bis Sonntag bleibt die Webasto-Zentrale in Bayern geschlossen. Starbucks schloss über 2.000 Filialen in China. Home Office für 3.500 VW-Mitarbeiter in Peking.

Autozulieferer Webasto schließt bis Sonntag Zentrale in Bayern © APA/AFP/dpa/PETER KNEFFEL
 

Wegen vier mit dem neuen Coronavirus infizierten Mitarbeitern schließt der Automobilzulieferer Webasto seinen Stammsitz im oberbayerischen Gauting bis Sonntag. Bis dahin sollen Mitarbeiter der Firmenzentrale auch nicht an nationale und internationale Standorte reisen, wie das Unternehmen am Dienstagabend mitteilte. Für China gelte sogar eine Sperre für zwei Wochen.

Die vier ersten in Deutschland bestätigten Fälle der neuen Lungenkrankheit sind allesamt Mitarbeiter des Unternehmens. Eine Kollegin aus China war vergangene Woche zu einer Schulungsmaßnahme im Gautinger Ortsteil Stockdorf. Dort hatten sich die vier Mitarbeiter nach bisherigen Erkenntnissen angesteckt.

Maßnahmen zum Schutz der Belegschaft

"Unter den Mitarbeitern des Automobilzulieferers Webasto gibt es weitere mit dem Coronavirus infizierte Personen", teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit. "Die Maßnahmen zum Schutz der Belegschaft wurden aufgrund der neueren Entwicklungen ausgeweitet."

Alle vier Betroffenen arbeiten demnach in der Firmenzentrale, wo insgesamt rund tausend Menschen arbeiten. Das Unternehmen sei in engem Austausch mit den Behörden und orientiere sich an den Empfehlungen des Roland-Koch-Instituts.

Webasto hatte schon nach Bekanntwerden des ersten Falls alle Dienstreisen nach und von China für mindestens zwei Wochen abgesagt und den Mitarbeitern am Standort Stockdorf freigestellt, diese Woche im Homeoffice zu arbeiten. Von diesem Mittwoch an soll ein Ärzte-Team des Gesundheitsamts systematisch alle Kontakte der betroffenen Personen testen.

Das Unternehmen mit 13.400 Mitarbeitern und einem Umsatz von 3,4 Milliarden Euro im Jahr 2018 hat seinen Hauptsitz im oberbayerischen Stockdorf. Weltweit hat Webasto mehr als 50 Standorte, darunter einen in Wien. In Deutschland gibt es laut Unternehmenswebsite noch weitere Standorte in den bayerischen Orten Gilching, Utting, Schierling, Hengersberg, Regensburg und Nürnberg sowie in Wörth (Rheinland-Pfalz) und Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern). In China gibt es demnach zwölf Standorte - einer davon auch in der besonders betroffenen Stadt Wuhan.

Die wichtigsten Produkte des Unternehmens sind Panorama-, Schiebe- und Cabrio-Dächer sowie Standheizungen, Heizsysteme für Hybrid- und Elektrofahrzeuge sowie Klimasysteme.

Starbucks schloss über 2.000 Filialen in China

Die Kaffeehauskette Starbucks hat am Dienstag (Ortszeit) als erstes US-Unternehmen vor finanziellen Einbußen durch den Ausbruch des Coronavirus in China gewarnt. Mehr als 2.000 Filialen, das ist rund die Hälfte aller Standorte in China, seien geschlossen worden. In den offenen Filialen seien die Öffnungszeiten angepasst worden, hieß es.

Weil die finanziellen Folgen des Ausbruchs noch nicht abzusehen seien, müsse die Prognose für das Geschäftsjahr 2020 verschoben werden. Starbucks betreibt 4.292 Kaffeehäuser in China. Etwa zehn Prozent des Gesamtumsatzes des Unternehmens wird in China gemacht, das aber ein Wachstumsmarkt für Starbucks ist. Nach der Bekanntgabe der Schließungen gaben die Aktien des Unternehmens um rund ein Prozent nach.

Die Anteilseigner wurden offenbar durch gute Quartalszahlen besänftigt. So wuchs der Umsatz im vierten Quartal 2019 um sieben Prozent auf 7,1 Milliarden Dollar (6,44 Mrd. Euro), was den Analystenerwartungen entsprach. Der Gewinn stieg auf 885,7 Millionen Dollar oder 74 Cent pro Aktie (Vergleichsquartal 2018: 760,6 Millionen bzw. 61 Cent pro Aktie). Umsatzbringer war insbesondere Cold-Brew-Kaffee.

Home Office für 3.500 VW-Mitarbeiter in Peking

Volkswagen lässt seine 3.500 Mitarbeiter in Peking für zwei Wochen von daheim aus arbeiten. Wie der Autohersteller am Mittwoch mitteilte, werden bis auf weiteres auch alle Geschäftsreisen in China und international ausgesetzt.

Nach dem bisher geplanten Ende der - schon um drei Tage verlängerten - offiziellen Neujahrsferien am kommenden Montag sollen die Mitarbeiter in der Hauptstadt bis 17. Februar zuhause bleiben und von dort arbeiten. "Wir streben an, ein gesundes und sicheres Arbeitsumfeld für unsere Kollegen sicherzustellen."

 

 

 

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