Kaum eine Woche nach Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump ist der erste massive Konflikt zwischen den USA und einem lateinamerikanischen Land über die Rückführung von Migranten ausgebrochen. Und es ist weder Mexiko noch Panama, sondern überraschenderweise Kolumbien, das Trump mit Strafen überziehen wollte, bis die Regierung in Bogotá am späten Sonntagabend (Ortszeit) doch noch einknickte. Ausgangspunkt der Kontroverse: Der linke Staatschef des südamerikanischen Landes, Gustavo Petro, verweigerte am Sonntag US-Militärflugzeugen mit abgeschobenen kolumbianischen Migranten die Landeerlaubnis wegen des Vorwurfs der „würdelosen Behandlung“ der Menschen.
Kolumbien knickt bei Abschiebeflügen ein
Trump verhängt erstmals Strafzölle und entscheidet erstes Kräftemessen für sich
Analyse.
Kolumbien hatte zunächst versucht, US-Abschiebeflügen mit Migranten die Landeerlaubnis zu verweigern, es wurde umgehend mit Zöllen bestraft. Offenbar wollte Washington ein abschreckendes Beispiel für andere statuieren.
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