Im Advent geht‘s um freudige Erwartungen. Auch für Christian Lindner. Der Politiker und seine Frau, die Journalistin Franca Lehfeldt, erwarten ihr erstes Kind. Wenigstens das also ist geklärt. Ansonsten ist vieles offen in der D-Day-Affäre. Auch die Zukunft der FDP. So wechselt Lindner in der Debatte ums Ampel-Aus schon mal den Tonfall. „Natürlich musste und muss ich mich prüfen. Ich bin immerhin eines der Gesichter der gescheiterten Ampelkoalition“, sagte der FDP-Chef im ARD-Interview. Das war‘s an Selbstkritik. Nur keine Wehleidigkeit. „Ich trage die Verantwortung: Politikwechsel im Herbst oder Neuwahl – das war mein Ziel“, sagte Lindner unzweideutig und rief sich selbst zum Spitzenkandidaten seiner Partei für die vorgezogenen Wahlen im Februar aus. Mitten in der Krise versucht der Liberale durchzustarten.
Nach D-Day-Affäre
Christian Lindner will mehr „Milei oder Musk wagen“ und erntet Kritik
Christian Lindner hat die FDP ganz auf sich ausgerichtet. Das wird der Partei in der D-Day-Affäre zum Verhängnis – ebenso wie der verengte Blick des Parteichefs auf den Liberalismus.
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