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''Keine langfristige Zukunft für Verbrennungsmotor''Volvo will ab 2030 nur noch E-Autos bauen

Der schwedische Autobauer Volvo hat angekündigt, ab 2030 nur noch Elektroautos zu bauen und sie über das Internet zu vertreiben.

Die elektrische Version des Volvo XC40 © VOLVO
 

Mit Volvo kündigt der nächste Autohersteller den kompletten Abschied vom Verbrennungsmotor an. Ab 2030 wollen die zum chinesischen Geely-Konzern gehörenden Schweden nur noch reine Elektroautos bauen und verkaufen, wie das Unternehmen am Dienstag in Göteborg mitteilte. "Es gibt keine langfristige Zukunft mehr für Autos mit Verbrennungsmotor", sagte Volvos Technikvorstand Henrik Green.

Volvo hatte bereits vor längerer Zeit angekündigt, zur Mitte des Jahrzehnts den Anteil reiner Elektromodelle auf rund die Hälfte steigern zu wollen - der Rest sollten dann Hybridantriebe sein. Diese werden den Planungen zufolge aber 2030 dann auch nicht mehr Bestandteil des Angebots sein.

Modellvorstellung: Volvo XC40 Recharge

Es sind unterschiedliche Wege, die die Autohersteller beim Thema Elektrifizierung beschreiten: Die einen rufen für ihre Stromer völlig neue Baureihen ins Leben, die anderen setzten bestehende Modelle unter Spannung.

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Für letztere Variante hat sich auch Volvo entschieden und mit dem kompakten SUV XC40 mit dem Beinamen „Recharged“ das erste vollelektrische Fahrzeug der Marke präsentiert.

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In den nächsten fünf Jahren wollen die Schweden jedes Jahr ein vollelektrisches Auto vorstellen.

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Ob mit vollelektrischem Antrieb oder Plug-in-Hybridsystem: Alle über ein Kabel aufladbaren Volvo Fahrzeuge tragen in Zukunft die Bezeichnung „Recharge“.

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Obwohl er die Karosserie seiner Geschwister mit Verbrennungsmotor trägt, ist er am geschlossenen Kühlergrill sofort als Elektroauto zu erkennen.

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Und auch der Offroad-Look kommt nicht von ungefähr: Der Stromer hat nämlich einen Elektromotor pro Achse und somit Allradantrieb.

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Gemeinsam spulen sie 300 kW (408 PS) ab.

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Die 78-kWh-Batterie soll nach dem WLTP-Zyklus für eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern gut sein.

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Mit dem Akku im Bauch bringt es der XC40 auf ein stattliches Gewicht von mindestens 2150 Kilogramm.

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An einer Schnellladestation kann der Energiespeicher in 40 Minuten zu 80 Prozent aufgeladen werden. Die Produktion startet im Herbst 2020.

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Volvo reiht sich mit dem Vorhaben in die wachsende Schar der Autoproduzenten ein, die sich komplett von Verbrennerantrieben verabschieden wollen. Kürzlich etwa kündigte US-Autoriese General Motors an, ab 2035 nur noch emissionsfreie Autos verkaufen zu wollen. Der britische Autobauer Jaguar Land Rover stellte das jüngst für seine Nobelmarke Jaguar ab dem Jahr 2025 in Aussicht. Deutsche Hersteller haben sich bei konkreten Zeitpunkten für ein mögliches Auslaufen von Benziner, Diesel und Mischantrieben bisher aber zurückgehalten.

Modellvorstellung: Polestar 2

Seit 2017 hat Volvo den traditionellen Tuning-Namen der Marke neu aufgeladen: und zwar elektrisch. Mit dem Polestar 2 haben die Schweden jetzt das Tuch von einer vollelektrischen, kompakten Limousine gezogen, die Tesla Model 3 das Leben schwer machen soll.

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Zur Orientierung: Die Preise beginnen bei 39.900 Euro; für die in den ersten zwölf Monaten verfügbare Launch Edition ist ein von 59.900 Euro angesetzt. Lokale Abgaben nicht mit eingerechnet. Wie bei Polestar üblich ist das Auto ausschließlich online bestellbar.

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Das Fließheck fußt technisch auf der kompakten Modular-Architektur von Volvo und verfügt über zwei Elektromotoren sowie eine 78-kWh-Batterie, die eine Reichweite von bis zu 500 Kilometer (berechnet nach dem realistischeren WLTP-Zyklus) möglich machen sollen. Das aus 27 Modulen bestehende Batteriepaket ist im Unterboden des Fahrzeugs untergebracht.

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Der elektrische Allradantrieb des Polestar 2 produziert eine maximale Leistung von 300 kW (408 PS) und ein maximales Drehmoment von 660 Newtonmetern. Das macht einen Standardsprint von 0 auf 100 km/h in weniger als 5 Sekunden.

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Zu den Design-Merkmalen zählen LED-Scheinwerfer und ein spezielles Begrüßungslicht, die rahmenlosen Außenspiegel und das beleuchtete Polestar-Emblem, das sich auf dem Panorama-Glasdach spiegelt.

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Die Sportlichkeit des serienmäßigen Fahrwerks lässt sich mit dem optionalen Performance-Paket weiter erhöhen. Es umfasst Stoßdämpfer von Öhlins, Brembo-Bremsen und geschmiedete Räder im 20-Zoll-Format. Optische Akzente setzen die markentypischen goldenen Sitzgurte, Bremssättel und Ventilkappen.

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Als eines der ersten Fahrzeuge weltweit ist der Polestar 2 mit einem Infotainment-System auf Basis des Betriebssystems Android ausgerüstet. Damit halten erstmals eingebettete Google-Features wie Assistant, Maps mit Elektroauto-Unterstützung und Play Store Einzug in ein Auto.

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Weitere Bestandteile des Systems sind eine Sprachsteuerung und ein neuer, elf Zoll großer Touchscreen. Clevere Features wie vergrößerte Grafiken in der Instrumententafel zeigen dem Fahrer bereits vor dem Einsteigen den Ladestand und die Restreichweite an.

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Die Nutzung des eigenen Smartphones als Fahrzeugschlüssel würde den Einsatz als CarSharing-Fahrzeug erleichtern und unterstützt vernetzte Services wie das Abholen und Liefern von Waren ins Fahrzeug, zu dem Volvo schon Pilotprojekte laufen hat.

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Zudem erkennt der Polestar 2 den Fahrer schon, wenn er sich dem Fahrzeug nähert.

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Volvo-Cars-Chef Hakan Samuelsson will auch im Verkauf einen radikalen Schnitt wagen. Künftig sollen die reinen Elektroautos von Volvo nur noch im Direktvertrieb über das Internet verkauft werden. Schon den neuen reinelektrischen XC40 des Modelljahres 2022 soll es nur noch online geben. Das derzeitige Handelsmodell stehe zwar vor einem grundlegenden Wandel, hieß es vom Unternehmen. Dennoch komme den Vertragspartnern in den Volvo-Autohäusern weiterhin eine wichtige Rolle zu, sie blieben Anlaufstelle für die Kunden.

Der Pkw-Hersteller Volvo Cars mit Sitz in Göteborg ist seit vielen Jahren vom schwedischen Nutzfahrzeughersteller Volvo AB getrennt. Volvo Cars gehört dem chinesischen Autokonzern Geely, der aber auch an Volvo AB beteiligt ist.

Kommentare (5)
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scionescio
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Was hat Volvo schon 2017 großartig verkündet?

"Als erster namhafter Autobauer hat Volvo angekündigt, schon in zwei Jahren keine Modelle mehr mit reinem Verbrennungsmotor auf den Markt zu bringen. Die Schweden läuten damit den endgültigen Ausstieg aus der Benzin- und Dieseltechnologie ein. Alle Modelle, die ab 2019 auf den Markt kommen, werden entweder komplett elektrisch angetrieben oder sind sogenannte Hybridfahrzeuge, die sowohl mit einem Verbrennungs- als auch mit Elektromotor ausgestattet sind."

Und wie schaut es damit 2021 aus?

Es gibt nach wie vor XC90, XC60, XC40 und V90 im Angebot - und die verkaufen sich im Gegensatz zur Recharge (Hybrid) Linie auch nach wie vor gut - Volvo hatte massive Gewinneinbußen und musste deshalb die Strategie "anpassen" ... aber warum soll man nicht wieder mit einer substanzlosen Ankündigung gratis Medienpräsenz bekommen und sich selbst ein grüner Mäntelchen umhängen?

franki20
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Die Ankündigung bezog sich auf neu erscheinende Modelle.

In den alten Modellgenerationen sollten die Verbrenner natürlich über 2019 hinaus verbaut werden.

Stratusin
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Sparen sie sich Ihre Bemühungen,

er versteht es doch nicht, was sie erklären. Sinnloser Kraftakt.

Patriot
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Die chinesischen Schweden haben den Zug der Zeit erkannt!

.

Miraculix11
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Der Zug der Zeit....

Elektroautos bauen, damit keinen Gewinn machen und wenige verkaufen :-)