Verbot von VerbrennungsmotorenIn welchen Ländern Benzinern und Diesel-Pkw das Aus droht

Immer mehr Städte sperren Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren aus, einige Staaten der Welt haben auch schon Verkaufsverbote geplant.

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Es wird immer enger für den Verbrennungsmotor: Immer mehr Staaten der Welt veröffentlichen ihren Fahrplan für den Ausstieg aus fossilen Treibstoffen, womit Benziner und Diesel die Puste ausgehen könnte.

Dabei sind grundsätzlich zwei Arten von Maßnahmen zu unterscheiden: Zum einen Fahrverbote für Autos (und zum Teil auch Zweiräder) mit Verbrennungsmotor, die Städte oder Kommunen erlassen, wie sie in Europa zum Teil bereits jetzt und in Zukunft vermehrt in Kraft sind (siehe Grafiken).

Zum anderen haben bereits einige Staaten ein Datum angekündigt, ab dem Neufahrzeuge mit Verbrennungsmotor nicht mehr verkauft werden dürfen - wobei bis auf Großbritannien keines bisher ausgeführt hat, ob darunter auch Hybrid-Antriebe, also die Kombination aus Benziner oder Diesel mit einem Elektroantrieb fallen. Während in der EU über einen solchen Zeitpunkt noch diskutiert wird, haben einige Staaten in Europa ihren Fahrplan bereits angekündigt.

In Österreich gibt es ein solches Ausstiegsszenario noch nicht. In Irland ist der Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor für das Jahr 2030 angepeilt. In einem zweiten Schritt wird sogar darüber nachgedacht, Fahrzeugen mit fossilem Antrieb ab 2045 die Straßenzulassung zu entziehen. 2030 ist auch in Dänemark, den Niederlanden, Schweden oder Slowenien der Verkaufsstopp von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor angepeilt. 2035 lautet das Ziel in Finnland, 2040 in Spanien und Frankreich. Deutschland steht derzeit bei 2050, wobei ein früheres Ausstiegsszenario möglich scheint: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sprach von 2035.

Mit dem Brexit hat Großbritannien angekündigt, das anvisierte Verkaufsverbot von 2040 auf 2030 vorzuziehen: Das würde das Aus für Benziner und Diesel bedeuten, bis 2035 bleiben Hybride im Programm.  Norwegen, dem Musterland in Sachen Elektromobilität, schwebt das Jahr 2025 für den kompletten Umstieg vor, Island ab 2030.

Global betrachtet, sieht die Welt anders aus: Die USA haben bisher keinen einheitlichen Zeithorizont definiert, einige Bundesstaaten, darunter New York und Kalifornien, wollen den Verkauf aber schon zwischen 2035 und 2050 untersagen. Kanada hat den Zeithorizont für das Verkaufsverbot von Verbrennungsmotoren für das Jahr 2050 festgelegt, aber auch hier streben einzelne Provinzen ein weit früheres Datum an.

Der größte Player China hat seinen Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor für das Jahr 2060 angepeilt, wobei die Inselprovinz Hainan bereits ab 2030 vollelektrisch sein will, genauso wie Sri Lanka und Singapur. Auch Israel hat sich diesen Termin vorgenommen, Ägypten ist zehn Jahre später dran.

Kommentare (61)
altbayer
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Automobiles Kulturgut

Nachdem hier so viele User als Kulturfreunde outen, sehe ich für meine 3 alten bayrischen Autos in der Garage kein Problem. Alles historische Zulassungen, also offiziell automobiles Kulturgut.

lupinoklu
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Keine Verbrennungsmotoren mehr - kein Problem

Soviel gelogen wie derzeit mit den PLUG IN HYBRID wird wohl nirgends auf der Welt. Fahre ich zum Beispiel nach Wien, dann fahre ich die ersten 50 Kilometer mit Strom und danach schleppe ich 200 kg oder mehr an leeren Batterien mit herum. Dieses Mehrgewicht braucht nicht mehr Kraftstoff,nein überhaupt nicht!
Schon jetzt werden mit Lügen die "schädlichen Verbrenner" aus den Innenstädten hinausgemobbt! Brauche ich die Stadt, wenn ich meine Einkäufe außerhalb dieser Zonen, wo bald mehr leere Geschäfte als Parkplätze sein werden, erledige???
Vom Interneteinkauf rede ich jetzt gar nicht.
Und wenn ich ein E- oder Plugin Hybrid Auto von der wirklichen Umweltbelastung gegenüberstelle - dann gute Nacht. Das erste Erwachen kommt spätestens dann, wenn die Batterien nach 5 Jahren zum Tauschen sind!!! Auf den Aufschrei freue ich mich schon heute, Entsorgung? Endlagerung? Tschüss Umwelt.
Aber unser Stromlobby und E Autoindustrie meint es ja nur gut mit uns .... und unserer Geldbörse

SagServus
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...

Was sie über den Plugin Hybriden schreiben, stimmt soweit.

Aber wie kommens drauf, dass die Batterien nach 5 Jahren bei E-Autos hinüber sind?

Fangen die Autohersteller dann an die Batterien mit einer Obsoleszenz von 5 Jahren zu bauen?

DergeerderteSteirer
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Stichwort :"dass die Batterien nach 5 Jahren bei E-Autos hinüber sind?"

jeder Hersteller gibt 8 Jahre oder 200.000 Km Garantie, nur so zur Info Leute, den Rest kann sich jeder selbst zusammenreimen !

melahide
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Oje

Und ihr Verbrenner ist die umweltfreundliche Alternative, ja?

Horstreinhard
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Ja

👏

derschwarze
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Perfekt am Punkt

gebracht.

Liemo
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Danke!

Endlich....

Sam125
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lupinoklu,von mir auch ein großes

Dankeschön!

lupinoklu
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Bitte gerne, Kein Hausverstand - der Untergang für unsere Regierung

Es platzt einem ja nur der Kragen, wie wir von dieser Lobby angelogen und über den Tisch gezogen werden! Da soll sich doch mal einer von den Geisterfahrern die uns regieren getrauen aufzuzeigen, wieviel z. B. der LKW Transit Schadstoffe bei uns rausbläst! Man fragt sich ja, auf welcher payroll diese Herrschaften stehen, dass ihnen nichts anderes einfällt, als auf die Autofahrer einzuschlagen?
Wäre es durchführbar und die Autos würden wenigstens ein paar Tage stillstehen, wäre unser Staat pleite.
Selbst der dümmste Hund beißt nicht die Hand die ihn füttert. Möge Jeder die Intelligenz unsere Politiker selbst beurteilen!

Patriot
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Die Besitzer bzw. Befürworter von Verbrenner-PKW

beginnen anscheinend schön langsam zu schwitzen.
Wasserstoffantrieb, massentauglich, ist noch sehr, sehr weit weg! Und woher die massenhaft notwendige-erneuerbare- Energie zur Gewinnung von H2 nehmen?
Der Klimawandel wartet nicht!
E-Autos (und die Batterieerzeugung) mit Strom hauptsächlich aus PV-Anlagen, Wind- und Wasserkraft scheinen aus heutiger Sicht mittelfristig die einzige Möglichkeit zu sein, den Klimawandel, was den Verkehr betrifft, zu stoppen.
Auch wenn's viele, wider besseren Wissens und trotz nicht vorhandener Alternativvorschläge, nicht wahrhaben wollen.

derschwarze
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Wäre doch gelacht

wenn wir das Klima nach 6 Millionen Jahren Menschheit nicht retten können. Die Erde wird es uns nach 4.4 Milliarden Jahren danken, dass wir in den nächsten 30 Jahren den PKW Verkehr verbieten.

scionescio
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@Patriot: "die einzige Möglichkeit zu sein, den Klimawandel, was den Verkehr betrifft, zu stoppen"

Und warum ausgerechnet beim Privatverkehr?

Insgesamt ist der Verkehr/Transport an dem vom Menschen verursachten CO2 Austoss von ca. 3-4% (96-97% macht die Natur) mit ca. 30% beteiligt. Von diesen 30% geht ca. die Hälfte auf Kosten der PKW.

Der Unterschied zwischen BEV und ICE beim CO2 Ausstoss hält sich je nach Seriösität der Studie, des Auftraggeber, der Einbeziehung von Einflussgrößen wie CO2 Ausstoss bei der Erzeugung der Energieträger (Ölindustrie vs Kohlekraftwerk im Strommix), CO2 Ausstoss bei der Erzeugung und der Entsorgung des Akkus, angenommene Verbräuche, Kilometerleistungen, etc. in einem Rahmen von max 30% (Plus oder Minus)

Wir reden jetzt also von zig Milliarden an notwendigen Investitionen um max. 4,5% des gesamten menschenverursachten CO2 Ausstosses zu beeinflussen - wäre es nicht viel effizienter, mit diesem Geld bei den restlichen 95,5% zu schauen, ob es da nicht einfacher und vor allem schneller geht - der absolut größte Brocken ist immer noch die Energiewirtschaft (Thermische Kraftwerke) gefolgt von der Industrie.

Aber da will weder die Energiewirtschaft noch die Industrie etwas davon wissen: allein mit der Umstellung der VOEST Hochöfen auf Wasserstoff könnte man die Hälfte des industriellen CO2 Ausstosses in Österreich schlagartig vermeiden - wären da die Subventionen und Föderungen nicht viel sinnvoller angelegt, wenn es nur um den Klimaschutz und nicht um das große Geschäft der Energieversorger und AKW-Hersteller gehen würde?

Patriot
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@scionescio: Teilen Sie uns endlich mit,

wer Sie für Ihre Falschinfos (fake news) bezahlt. Machen Sie das hauptberuflich?
Alle ernstzunehmenden Wissenschaftler bestätigen, dass der Klimawandel in erster Linie von uns Menschen verursacht wird und nicht von der Natur!

scionescio
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@Patriot: ich rede vom CO2 Ausstoss und du unterstellst mir, dass ich damit anzweifle, dass der Mensch den Ausschlag beim Klimawandel gibt ...

... was ich nie getan habe und auch nicht richtig ist.
Das ändert aber nichts daran, dass nur 3-4% des CO2 Ausstosses vom Menschen verursacht werden und es Lobbyisten geschafft haben, dass wir den Hebel an der völlig falschen Stelle (dem Privat-PKW) ansetzen, weil sich so am meisten verdienen lässt - der Klimawandel wird da nur als Feigenblatt benutzt!

Liemo
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@Patriot

Ja, richtig, es muß auf grünen Strom fokussiert werden!
ABER: der grüne Strom aus Windanlagen und Wasserkraft paßt den Grünen ja auch nicht (siehe Proteste zB beim Murkraftwerk bzw. bei der Neuerrichtung von diversen Windparks).
Photovoltaik ist hier sicher noch die beste Idee, aber allein die Anlage am Dach reicht meist nicht aus, um das Haus selbst zu versorgen.
Nochdazu liefert eine Photovoltaik Anlage genau dann KEINEN Strom, wenn er zum Laden der meisten Fahrzeuge gebraucht wird: in der Nacht.
Man sieht: die gesamte Geschichte ist einfach noch nicht durchgedacht, daher auch der Ausstieg illusorisch.....

Patriot
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@Liemo: Es gibt 1000e Möglichkeiten

PV-Module zu montieren: neben den Dächern von Einfamilienhäusern auf Überdachungen der vielen riesigen Parkplätze von Einkaufszentren und vor Sportanlagen, Industriehallen, Ställen, Lärmschutzwänden, Fassaden und Dächern von Mehrfamilienhäusern, Hochhäusern und, und, und...
Also Möglichkeiten in Hülle und Fülle!

scionescio
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@Patriot: man spricht beim aktuellen PV Boom nicht gern darüber, aber ausschließlich "Grün" ist PV auch nicht ...

... pro kWh geht man derzeit von 50-100g CO2 Ausstoss aus (durch die Produktion der Zellen), es kommt Stickstofftrifluorid (NF3) zum Einsatz (ca. 17.000x schädlicher als CO2) und es dauert fast 4 Jahre (abhängig vom Aufstellungsort und der Sonneneinstrahlung), bis eine multikristalline Zelle überhaupt einmal soviel Energie produziert hat, wie zu ihrer Erzeugung notwendig war.

Dazu kommt noch der äußerst teure und sehr klimaschädliche Pufferakku, der ziemlich groß sein muss, damit man über Nacht sein BEV laden kann.

Bei ca. 1000,- Euro pro kWh Akkukapzität kommen da kostenmässig auf 10 Jahre Lebensdauer des Pufferakkus gerechnet bei einer vernünftigen Größe schon allein Speicherkosten von 40ct/kWh zusammen - bei einem Durchschnittsverbrauch von 20kWh/100km bei normaler Fahrweise, kosten dich 100km also schon 8,- Euro nur durch den Pufferspeicher (die PV-Anlage selbst ist da gar nicht noch gerechnet!)

Natürlich gibt es Möglichkeiten - aber wer soll sich das leisten können (und wie regeln wir das Netz bei einem hohen Anteil an Wind- und PV-Anlagen?)?

Liemo
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@Patriot

Super, wenn das alles so einfach ist, warum ist es noch nicht umgesetzt??? Aja, da war doch noch das Problem der Speicherung vom Strom und dass der Strom ja nur erzeugt wird, wenn die Sonne scheint (und ich mein Auto laden will, wenn diese nicht mehr am Himmel steht), stimmt, da war doch noch was, sorry, ich vergaß....

Patriot
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@Liemo: Stellen Sie sich vor,

es gibt schon Stromspeicher!

scionescio
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@Patriot: wer soll sich das leisten können?

Es gibt keine teurere und klimaschädlichere Art, als Energie in Akkus zu speichern.

Haheande
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Strom kostet auch Geld

Bin mal gespannt wo dann der Strom für die ganzen Autos herkommen soll. Windräder auf den Alpen etc. damit wir Ökostrom erzeugen....Wozu Ökostrom, wenn dann die Natur komplett zerstört ist. Wie krank ist das alles....Man sollte mehr auf Wasserstoff setzen....Sonst werden die Energiebetreiber die Ölscheichs der Zukunft und wir Trottel zahlen den Schmarren, der uns da eingeredet wird. Warum setzt man nicht auf Photovoltaik bei Neubauten? Weil dann die Energiemafia nix mehr verdient....Also Geld regiert die Welt...fragt sich nur noch wie lange

MMK2014
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Sie neig Ahnung.

Wo kommt denn der Wasserstoff her?

Richtig: Der wird mit Strom produziert (so fern er umweltfreundlich sein soll!). Aber für 100 wasserstoffgefahrenen Kilometern benötigt man dann halt 3 mal so viel Strom!

Glauben Sie wirklich, dass tausende Experten das nicht bedacht haben, worauf selbst Sie kommen?

Liemo
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@Haheand

ok, und woher nehmen wir den Wasserstoff???

rero03806
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...

So weit denken die beim Stammtisch noch nicht.

Liemo
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Der Artikel ist nur die halbe Wahrheit...

Leider schlecht recherchiert, KleineZeitung.
Es geht hier großteils NICHT um das Verbot von Benzinern oder Dieselfahrzeugen, sondern um das Verbot von REINEN Verbrennern. Heißt als Hybridanwendung sind Verbrenner in den meisten Ländern immer noch erlaubt! (anders würde das bei der derzeitigen Entwicklung von Kosten und Reichweite von BEVs (rein elektrische Fahrzeuge) auch realitätsfern sein.....)

 
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