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Neue Studie zur ÖkobilanzElektroautos sollen Benziner und Diesel abhängen

Eine neue Studie hat ermittelt, dass E-Autos in den meisten Ländern schon jetzt eine bessere CO2-Bilanz haben als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.

© malp/stock.adobe.com
 

Es ist die Frage, die zu viele Antworten kennt: Trägt ein Elektroauto tatsächlich einen größeren CO2-Rucksack als ein Auto mit einem Verbrennungsmotor? Dazu gibt es unterschiedlichste Auswertungen, fast keine Theorie umfasst alle CO2-Quellen, von der Herstellung (Batterie) bis zum durchschnittlichen Lebenszyklus und der Wiederverwertung (Rohstoffe genauso wie Batterien).

Jetzt erschien eine neue Studie, die besagt, dass die Klimabilanz für E-Autos nur in wenigen Ländern  mit viel Kohlestrom negativ sei – und zwar auf ihre gesamte Lebensdauer berechnet. In den meisten Ländern der Welt würden E-Autos schon eine bessere CO2-Bilanz aufweisen. Die Studie ist im Wissenschaftsmagazin "Nature" erschienen und rechnet vor, dass im gewichteten globalen Schnitt E-Autos um 31 Prozent weniger klimaschädlich seien, als jene mit Verbrennungsmotoren.

Jänner bis Oktober 2020: Das sind die meistverkauften Elektroautos 2020

Platz 10

272 verkaufte Stück bringen dem elektrischen Seat Mii den zehnten Rang.

SEAT

Platz 9

Platz 9 geht an den Opel Corsa-e, von dem heuer bislang 301 Stück verkauft wurden.

OPEL

Platz 8

Mit 356 verkauften Stück parkt der auslaufende VW e-Golf auf dem achten Platz. Das ist ein Minus von 46,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

VOLKSWAGEN

Platz 7

Der VW ID.3 stromert direkt in die Top 10: Er bringt es auf 452 Verkäufe und Platz 7 in der Zulassungsstatistik.

VOLKSWAGEN

Platz 6

Auf Platz 6 arbeitet sich der Audi e-tron vor, von dem heuer bisher 532 Stück verkauft wurden. Das bedeutet ein Plus von 62,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

AUDI

Platz 5

Der BMW i3 verbucht einen Absatz von 538 Exemplaren. Das macht Platz 5 und ein Minus von 46,6 Prozent.

BMW

Platz 4

637 Exemplare von Hyundais Kona Elektro wurden heuer bereits verkauft. Das macht ein Minus vom 2 Prozent. Damit liegt das SUV auf Rang 4.

HYUNDAI

Platz 3

Von der vollelektrischen Variante des Kia Niro wurden heuer bisher 890 Stück abgesetzt. Damit stromert der Koreaner auf Platz 3 und fährt ein Plus von 124,7 Prozent ein.

KIA

Platz 2

1653 Fans hat der Renault Zoe gefunden. Damit holt sich die kleine Französin den zweiten Rang und ein Plus von 97,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

RENAULT

Platz 1

Teslas Model 3 bringt es auf 2014 Verkäufe. Das bedeutet Platz 1 für das meistverkaufte Elektroauto 2019 und ein Minus von 2,2 Prozent.

TESLA
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Die Studie hat - mit Stand 2015 - für 59 Länder bzw. Regionen ermittelt, welche Autos genutzt werden und deren CO2-Belastung mit jener von des mittleren E-Autos verglichen. Am größten ist der Vorteil in Ländern wie Schweden oder der Schweiz, die ihren Strom fast ausschließlich aus erneuerbaren Quellen oder aus Atomkraft produzieren.

In Österreich liegt die mittlere CO2-Einsparung dank Wasserkraft bei 54 Prozent. Negativ fällt der Vergleich nur in sechs Ländern aus, die ihren Strom (noch) großteils mit Kohle produzieren. Darunter sind Indien, Polen und Estland.

Rechne man die aktuellen technologischen Trends weiter, so werde es bis spätestens 2050 weltweit kein Land mehr geben, in dem sich das E-Auto nicht zumindest im Schnitt der Modelle als die klimaschonendste Antriebsart erweist, schreiben die Studienautoren. Sollte die Politik alles daran setzen, die Erderwärmung bei zwei Grad zu begrenzen wäre der Vorteil für E-Autos noch größer.

Würde die Politik E-Autos fördern, aber weiter in Kohlestrom investieren, dann könnte zwar die Bilanz negativ bleiben, aber das sei nur eine theoretische Möglichkeit, meinen die Forscher. Am grundsätzlichen, wachsenden Vorteil des E-Autos ändere das nichts - zumal es auch bei der Batterieproduktion und beim Verbrauch laufende Fortschritte geben sollte.

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melahide
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Meine lieben Wutbürger

Studien kann man immer unterschiedlich sehen. Natürlich ist die Batterie-Mobilität nicht die größte Weisheit. Das sind Verbrennungsmotoren aber noch weniger. Um einen Liter Rohöl zu raffinieren benötigt man so viel Strom und Energie, dass ich mit meinem E-Auto 50 km weit fahre. FÜR EINEN LITER!! Rechnet noch die Ölbohrungen, Ölförderungen, Öltransport usw. dazu.... ja stimmt. "Sondermüll" bleibt wenig (mal abgesehen von Tankerunfällen, verwüstete Landstriche.. ). Es wird ja alles in die Luft geblasen. Und wenn jemand sagt, dass das e nicht schädlich ist was da rauskommt. Bitte - Viele Menschen haben mit einem Autoauspuff umgebracht. Versucht es gar nicht!
Der Strommix in Österreich hängt nicht von Atomstrom ab. Und wenn doch, bitte: Ihr verwendet alle Strom, oder? Zumindest muss man als E-Auto-Besitzer Ökostromzertifikate kaufen, damit man in den Genuss der Förderung kommt. Müssen private Haushalte nicht, könnten sie auch machen. Macht ihr euch da keinen Kopf, dass eure Waschmaschine, eure IPhone, euer TV mit Atomstrom betrieben wird? Probleme mit den Akkus? Ja gibt es. Dass sie zu 90 % recycelt werden können, is ja wurst, oder? Macht ihr euch die gleichen Gedanken bei euren Laptops, Smartphones, Pads, Akkurasenmähern oder was weiß ich?

Elektromobilität ist nicht böse! Erdölprodukte in die Luft zu blasen ist aber nicht mehr das was man machen muss. Also hört damit auf! Und zum Thema Wasserstoff, die große "Hoffnung". Nutzt die gleiche Technologie. E-Motor....

scionescio
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So viel Unwissenheit und Fake News in einem Kommentar ...

... da ist es schade um die Zeit (und vermutlich auch sinnlos), das alles richtig zu stellen;-)

Carlo62
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Gratulation!

31% CO2 Einsparung großteils auf Kosten von Atomstrom. Wer jetzt noch glaubt, dass BEV die Zukunft ist, dem ist nicht mehr zu helfen.

scionescio
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@Carlo62: nachdem der Lack ab ist und die Anfangseuphorie um die BEVs längst verflogen ist, muss man jetzt schon Studien aus 2015 publizieren, um den Schein aufrecht zu erhalten...

... die lustigen Studienautoren gehen gar so weit, dass sie einen konstanten linearen Anstieg in der Batterietechnologie annehmen- und das gleich für die nächsten 30Jahre, obwohl sich jetzt schon die Kurve massiv abgeflacht hat! Wenn man den selben Schwachsinn für Verbrennungsmotore anwenden würde, wäre ein CO2 Ausstoß gegen Null die Folge (der Verbrauch würde auch nur mehr um zwei Liter Diesel liegen ...) - niemand wird das ernsthaft glauben, weil jede Technologie irgendwann an ihre Grenzen stößt und dann nur mehr marginale Optimierungen möglich sind. Nüchtern betrachtet hat der mit eFuel betriebene Verbrennungsmotor deutlich mehr Potential als die Akkutechnologie, weil es sich da ja um keine neue Erfindung für BEVs handelt, sondern um etwas, das schon seit Jahrzehnten in Laptops, Handys, Werkzeugen, etc eingesetzt wird - wir alle wissen, wie viel länger die neue Handygeneration durchhält (kaum mehr spürbar) und das nach längstens zwei Jahren die Kapazität halbiert ist ... und im Vergleich zu den in den BEVs verwendeten Akkus, ist das jeweils die beste und neueste Technologie!
Der wirkliche Gamechanger kann nur ein gutes Öffi-Angebot, Car-Sharing und Wasserstoff-Technologie sein - BEVs sind eine sauteure, umweltbelastende (Sondermüll Akku) und lebensgefährliche Zwischentechnologie, die nur in wenigen Ausnahmefällen Sinn macht, aber größtenteils ein sinnbefreites Spielzeug („super Beschleunigung“ aber keine reale Reichweite) für naive Angeber und Fanatiker darstellt.

duesentrieb1
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Perfekt.

Bravo, eine perfekte Darstellung der Ausgangslage. Mehr ist dem auch nicht hinzuzufügen. Was mir nach wie vor ein Rätsel ist, warum Medien das Thema derart pushen. Hängen die alle so am Tropf. Der Einbruch kommt noch, bevor die E-Autos überhaupt einen Hype auslösen. Wer davon sooo überzeugt ist, der solch sich halt so ein Auto für mindestens 30.000/40.000 Euro kaufen, dann kann er problemlos von Villach nach Tarvis und wieder retour fahren. Im Frühling, wenn die Temperaturen passein.

baumi1000
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und wieso kauft keiner

wasserstoffautos (Toyota und hyundai haben je eines im Programm) ,
wieso gibt's fast keine wasserstofftankstellen

ein wasserstoff -Auto braucht 3mal soviel Energie wie ein e-Auto..... das soll effizient sein???

scionescio
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@duesentrieb1: die Energieversorger und die Atomlobby arbeiten schon länger daran, einen gewaltigen Batzen aus dem Erdölgeschäft zu sich umzuleiten...

Wie man schön am Beispiel Tesla sieht, kann man mit BEVs nichts verdienen sondern nur Milliarden an Verlusten anhäufen (solange sich noch naive Investoren finden) und auch die Ladestellenbetreiber haben kein vernünftiges Geschäftsmodell (durch den geringen Wert der kWh, die lange Ladezeit und die schlechte Ausnutzung in der Nacht kann man nicht einmal die Wartung und Platzmiete abdecken) - satte Gewinne erhoffen sich nur die Energieversorger und natürlich die Reaktorhersteller, ohne die es nicht gehen wird, sollten tatsächlich mehr als 20% ein BEV fahren (Problem Spitzenlast). Wenn allerdings nur 20% ein BEV fahren, rechnen sich die Ladestellen noch weniger und im Umkehrschluss wird damit auch keine privat finanzierte, flächendeckende Infrastruktur zustande kommen. Das Todesurteil für die BEVs ist einfach die indiskutable Reichweite und statistische Durchschnittskilometer sind lächerlicher Humbug: zu 80% würde auch ein Pissoir in der Wohnung reichen - aber da gibt es ja auch noch das große Geschäft... und wenn ich mir schon das richtige WC (= Alltagstaugliches Auto) leisten muss, bleibt die Frage, ob ich noch zusätzlich ein teures Pissoir (=BEV) brauche.
Deshalb forcieren die Lobbyisten ganz massiv die BEVs mit abenteuerlichen Argumenten, damit sie nicht auf ihren Investitionen sitzen bleiben - die Medien geben einfach unreflektiert weiter(mangels eigener Expertise), was ihnen an fertigen Content angeboten wird.

antipasti
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Hängen die alle so am Tropf.

Diese Frage (ohne ?) ist sicher mit "ja" zu beantworten!
Es vergeht kein(e) Wochenende(ausgabe) der Zeitungen, in welchen nicht PS-mächtige SUVs getestet und in farbigen Worten angepriesen werden, zu Preisen jenseits der 100.000 Euro Grenze.
Muss das sein?
Damit wird nur der CO2-Ausstoß in schwindelnde Höhen getrieben. Um diesen wieder in EU-zugelassene Flottenwerte zu bringen, MÜSSEN die Autobauer auch Fahrzeuge mit niedrigem CO2-Ausstoß anbieten. Die gäbe es in Hülle und Fülle, sie sind aber billig (weinig Gewinn) , klein und für Schiki-Mikis unattraktiv.
Die Texte in den Berichten sind in beiden Fällen dem entsprechend.
Ja, die Symbiose zwischen den Autobauern und den Medien funktioniert auf diese Art prächtig!