Am Donnerstagnachmittag wurde es einem erst vier Tage alten Kälbchen auf der Weide über dem Millenniumspark in St. Veit wohl zu langweilig. Gegen 17 Uhr entfernte es sich „aus ungeklärter Ursache“ von der Mutter und stieg unter dem Zaun hinaus in die weite Welt. Das erzählt der Besitzer, der namentlich nicht genannt werden möchte.

„Es ist eigentlich unglaublich“, sagt der Landwirt mit einem Schmunzeln. Vor allem hatte das Kalb aber auch „unwahrscheinliches Glück“, dass nichts passiert ist. „Es war ja auch die Hauptverkehrszeit.“

Bis zum Hirter Bierstüberl

Die große Reise des Tieres begann in Richtung Justinus-Mulle-Straße, ehe es sich auf die Villacher Straße begab und von dort in Richtung Stadt marschierte. Die Wanderung führte am Eurospar und der Blumenhalle vorbei, auch der Oktoberplatz scheint kein Hindernis gewesen zu sein. Schlussendlich konnte das Kalb von zwei Mädchen mit Hilfe der Polizei beim Hirter Bierstüberl fixiert werden, wo der „Ausritt“ endete.

Der erleichterte Bauer kam vorbei und konnte das unverletzte Tier wieder zurück zu seiner Mutter bringen. „Dass nichts passiert ist, ist eigentlich ein Wunder“, meint der Besitzer. Ein Kalb bekomme in so einer Situation natürlich auch Panik. Am Ende ist aber alles gut ausgegangen und das Tier befindet sich wieder in sicherer Obhut. Fotos oder Videos vom tierischen Ausflug seien bisher noch keine „aufgetaucht“, meint der Besitzer.