In den vergangenen Jahren ist der Preis für Speiseeis sowohl in Österreich als auch in den Nachbarländern deutlich gestiegen. Wer von einem Preis von zwei Euro und mehr pro Kugel abgeschreckt ist, sollte die „Mokambo Gelateria“ in der süditalienischen Region Apulien meiden. Dort kostet die teuerste Kugel Eis im Sortiment 95 Euro und trägt den Namen „Zepter des Königs“. Auch dort wurde der Preis kräftig angehoben. Im Vorjahr kostete die Kugel noch 70 Euro.

Betreiber Vincenzo Paparella begründet den hohen Preis mit den Zutaten, darunter Safran, sowie dem beigelegten Goldplättchen. Die Eisdiele in Ruvo di Puglia wurde vom italienischen Gourmetführer „Gambero Rosso“ mit drei „Eistüten“ ausgezeichnet. Die für die Eisproduktion verwendete Milch stammt direkt von Bauern aus der Umgebung. Die Eiszubereitung basiert auf Rezepten, die der Familienbetrieb seit 1840 verwendet. Angeboten werden sieben bis acht Geschmacksrichtungen.

Für seine Preispolitik wurde Paparella allerdings schon heftig kritisiert. Dass ausgerechnet der Alpine-F1-Teamchef Flavio Briatore in einer Fernseh-Talkshow auf Canale 5 gegen den Eisproduzenten wetterte („Wer so viel Geld für eine Kugel Eis zahlt, ist ein Trottel!“), verwunderte aber nicht nur Paparella selbst. Denn Briatore betreibt mit „Crazy Pizza“ selbst eine Luxus-Restaurantkette mit Filialen auf der ganzen Welt und musste ebenfalls schon viel Kritik wegen seiner Pizza-Preise einstecken.

Pizza um 69 Euro

Die billigste Pizza, eine laut Kunden sehr dünne Margherita, gibt es in den italienischen Filialen für 17 Euro. Die teuerste Pizza, die etwa mit spanischem Patata-Negra-Schinken und Kaviar belegt ist, kostet bei „Crazy Pizza“ zwischen 65 und 69 Euro. Dafür spiele ein „DJ“ dann „ein Lied für dich“. Wie mehrere Medien berichteten, stößt das vor allem dem Verband der Pizzaioli in Neapel auf. Der Verband kritisiert: „Briatores Pizza entspricht nicht unserer Tradition, denn Pizza ist eine Speise des Volks und darf nicht zu teuer sein.“