In der wöchentlich den Medien übermittelten Vorschau des Landespressedienstes ist dieser Termin nur einer von vielen, an denen Mitglieder der Kärntner Landesregierung routinemäßig teilnehmen. Für die Südkärntner Gemeinde St. Kanzian am Klopeiner See handelt es sich bei der geplanten Zusammenkunft am 16. Juli um 10 Uhr am Hubertusweg 3 allerdings um alles andere als einen alltäglichen Termin. Denn mit dem zu diesem Zeitpunkt festgesetzten Spatenstich mit Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig (SPÖ) findet der offizielle Startschuss statt für ein gemeinnütziges Wohnbauprojekt der Neuen Heimat, über das die Kleine Zeitung bereits vor einem Jahr als Erstes berichtet hat.

„Geplant ist die Errichtung einer Wohnanlage in zentraler Lage am Hubertusweg in unmittelbarer Nähe des Gemeindeamtes, von wo aus etwa Kindergarten und Volksschule sowie ein Lebensmittelmarkt fußläufig erreichbar sind“, berichtet Harald Repar, der kaufmännische Geschäftsführer der Landeswohnbau Kärnten (LWBK), zu deren gemeinsamer Dachmarke neben der Kärntner Heimstätte und der Gemeinnützigen Wohnbaugesellschaft mbH Villach auch die Wohnbaugesellschaft Neue Heimat gehört.

Mehrere Generationen unter einem Dach

Konzipiert sei das dreigeschossige Gebäude als Mehrgenerationenhaus mit insgesamt 16 Wohneinheiten, die auf je acht Wohneinheiten mit betreutem Wohnen für ältere Menschen und acht Wohneinheiten für alleinerziehende Mütter oder Jungfamilien aufgeteilt werden. „Die Nutzflächen bewegen sich von 49 bis 65 Quadratmeter“, sagt Repar, der die Gesamtwohnnutzfläche der Wohnanlage, die auf einer Liegenschaft im Besitz der Neuen Heimat errichtet wird, mit 1373 Quadratmetern beziffert. Jede Wohnung würde im Erdgeschoss über eine Terrasse beziehungsweise in den Obergeschossen über einen Balkon verfügen.

Der Hubertusweg führt unmittelbar nördlich des St. Kanzianer Gemeindeamtes über den Parkplatz in Richtung Osten
Der Hubertusweg führt unmittelbar nördlich des St. Kanzianer Gemeindeamtes über den Parkplatz in Richtung Osten © Markus Traussnig

Außerdem sei ein Gemeinschaftsraum mit einer Fläche von 53 Quadratmetern samt Kleinküche, Bad und WC geplant. Dieser würde auch über eine 40 Quadratmeter große Gemeinschaftsterrasse verfügen, die dem Spielplatz und der Grünanlage vorgelagert werde. „Hier soll die Interaktion von Seniorinnen und Senioren mit den kleinen Kindern der Alleinerziehenden oder Jungfamilien stattfinden“, spielt Repar auf den sozialen Treffpunkt an, der auch von der Arbeitsvereinigung der Sozialhilfe (AVS) Kärnten unterstützt werde. Bei Bedarf würden in den betreuten Wohneinheiten auch von der AVS Betreuungsleistungen, etwa in Form eines Alltagsmanagers, erbracht werden.

Fertigstellung im Jahr 2028 geplant

Beheizt werde das nicht unterkellerte Wohngebäude über ein regionales Fernwärmenetz. „Den Bewohnerinnen und Bewohnern werden im jeweiligen Geschoss ihrer Wohnungen Lagerräume im Ausmaß von sieben bis zehn Quadratmetern zur Verfügung gestellt“, informiert Repar. Abgerundet werde die Wohnanlage durch insgesamt 21 befestigte Parkplätze, die aufgrund ihrer offenporigen Gestaltung versickerungsfähig seien.

Harald Repar ist der kaufmännische Geschäftsführer der Landeswohnbau Kärnten
Harald Repar ist der kaufmännische Geschäftsführer der Landeswohnbau Kärnten © KK/Privat

Nach dem bereits im Juni erfolgten Baustart sei mit der Fertigstellung des Mehrgenerationenhauses im Frühjahr beziehungsweise Sommer 2028 zu rechnen. „Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf rund 3,6 Millionen Euro“, sagt Repar mit dem Verweis darauf, dass das Wohnbauprojekt mit Fördermitteln des Landes Kärnten umgesetzt werde.

Das Vergaberecht für die Mietwohnungen werde bei der Gemeinde St. Kanzian am Klopeiner See liegen. Wie hoch die Mietkosten aus heutiger Sicht ausfallen werden? „Die vorläufige Miete beträgt 9,50 Euro brutto pro Quadratmeter inklusive Warmwasser und Heizung“, informiert der kaufmännische LWBK-Geschäftsführer.

Auf dieser Fläche am Hubertusweg wird das generationenübergreifende Wohnhaus der „Neuen Heimat“ errichtet
Auf dieser Fläche am Hubertusweg wird das generationenübergreifende Wohnhaus der „Neuen Heimat“ errichtet © Markus Traussnig