Er stand zwar nicht auf der Tagesordnung, Thema war der Lienzer Hauptplatz bei der jüngsten Gemeinderatssitzung dennoch. Seit vielen Jahren steht eine Neugestaltung im Raum, ursprünglich sollte es schon im Jahr 2021 losgehen. Andere Projekte wie die Begegnungszonen etwa in der Muchargasse, vor allem aber Großvorhaben wie die umfassende Sanierung der Nordschule Nord oder die aktuell im Bau befindliche Tennis-/Dolomitenhalle rückten jedoch in den Vordergrund. Politische Streitereien rund um die Gestaltung sorgten ebenfalls dafür, dass der ikonische Platz vor der Liebburg im Vergleich zu den umgebenden Fußgängerzonen immer schmuckloser wirkt. Nun jedoch kommt Bewegung in die Causa.

Ergebnisse der Studie liegen vor

Auf Anfrage der ÖVP-Fraktion erläuterte Bürgermeisterin Elisabeth Blanik (SPÖ), dass seit rund zehn Tagen die Ergebnisse einer wichtigen Studie vorliegen würden. Dabei geht es um die „Hotspots“ auf dem Hauptplatz: jedoch nicht um Bars oder Lokale, sondern um wirkliche „Hitzepunkte“. Also um Stellen, an denen es am Platz – die aktuellen Temperaturen geben einen Vorgeschmack – auch angesichts der Klimaerwärmung besonders heiß wird. Blanik: „Es ist jetzt an uns, wie wir diesen Hitze-Spots begegnen, welche Maßnahmen wir dagegen ergreifen.“

Wie der Hauptplatz wirkt auch der Bozener Platz aktuell noch schmucklos
Wie der Hauptplatz wirkt auch der Bozener Platz aktuell noch schmucklos © Andre Schmidt

Wie geht es am Bozener Platz weiter?

Im Ausschuss für Wirtschafts- und Standortentwicklung werden die Ergebnisse der Studie in den kommenden Tagen erörtert, danach geht es mit den Fraktionsführerinnen und -führern im Stadtrat weiter. Dass sich die Gestaltung selbst, etwa was die Pflasterung betrifft, an den Fußgänger- und Begegnungszonen orientieren wird, ist indes ein offenes Geheimnis. Auch die Begegnungszone rund um den Bozener Platz und damit ein besserer und sicherer Anschluss an die Unterführung des Mobilitätszentrums wird dann endlich Realität. Nachdem sie bereits vor fast einem Jahr im Gemeinderat beschlossen wurde. „Ein Schulprojekt ist in Sachen Gestaltung geplant“, erklärte Blanik. Die Gespräche sind bereits aufgenommen. Eine konkrete Zeitschiene nannte die Bürgermeisterin nicht, stellte aber ein baldiges Ende der Saga in den Raum: „Vielleicht kommen wir ja jetzt schneller mit dem Hauptplatz voran als gedacht.“