Die Hitzewelle ist da, und mit der Hitze starten auch die Erdbeerländer wieder in die Saison. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, vor allem im Erdbeersegment ist man schon mittendrin. Doch mit Hitze und Frost hatte man in diesem Jahr so manche Schwierigkeiten.
Bartlbauer sperrt auf
Auf den Erdbeerfeldern der Familie Weber vulgo Bartlbauer in Althofen und Friesach werden aktuell die letzten Vorkehrungen getroffen. „Wir wollen an diesem Wochenende in Althofen starten. Nächstes Wochenende dann in Friesach“, erklärt Hieronymus Weber.
Hitze, Trockenheit und Frost haben den Obstbauern in Kärnten leider viele Probleme beschert. „Es wird Früchte geben. Aber wahrscheinlich ist es eine kurze Ernte von zwei Wochen. Es ist auch noch fraglich, wie es weitergeht. Wird es Regen geben? Ein Gewitter? Schaden? Das ist derzeit schwierig zu sagen“, gibt Weber zu. Auch die Kosten müssen bei den Landwirten und Landwirtinnen wirtschaftlich kalkuliert werden. „Der Kilopreis für Selbstpflücker beträgt 4,40 Euro. Bei acht Kilo zahlt man 3,80 Euro pro Kilo“, sagt Weber. Für ein Kilogramm gepflückte Erdbeeren wird man acht Euro verlangen.
„Wir sind eher alternativ“
Im Bio-Erdbeergarten Muschk in Kappel am Krappfeld werden gerade die letzten Vorbereitungen getroffen, denn am Freitag, 29. Mai, wird die Saison eröffnet. „Wir hatten Probleme mit dem Frost, aber wir haben die Pflanzen gut abgedeckt und es geschafft“, sagt Rudolf „Rudi“ Rattenberger. Das Angebot in Muschk ist vielfältig. „Bei uns gibt es nicht nur Erdbeeren. Wir sind etwas alternativer. Wir bieten auch Getränke und Naturalien an.“
Auf dem rund ein Hektar großen Feld kann man dann von 8 bis 20 Uhr Erdbeeren pflücken. „Ein Kilo wird rund 5,50 Euro kosten. Gepflückte Erdbeeren gibt es nur auf Vorbestellung“, betont der Landwirt. Auch das bekannte Erdbeerfest wird es heuer wieder geben. Gefeiert wird am 26. Juni.
Fahnen und Erdbeermann
Veit Prettner senior kündigt seine Saison auf seine ganz eigene Art an – mit Erdbeerfahnen und einem aufblasbaren Erdbeermann, der schon von Weitem zu sehen ist. Wer die Fahnen oberhalb des Friedhofs von St. Donat entdeckt, weiß: Die Saison ist eröffnet.
Auf Prettners Feldern warten sieben verschiedene Erdbeersorten auf Besucherinnen und Besucher. Am Feld sind die Unterschiede kaum sichtbar, auf der Zunge aber sehr wohl: von besonders süßen Früchten fürs direkte Naschen bis hin zu säurebetonten Sorten, die sich ideal für Marmelade eignen. Geöffnet ist täglich von 8 bis 19 Uhr, das Kilo kostet 5,50 Euro, ab acht Kilogramm je 20 Cent weniger. Fertig gepflückte Erdbeeren im Drei-Kilo-Körberl gibt es täglich bis etwa 15 Uhr zum Abholen.
Informationen über die „Strawberry Hotline“
Ein paar Kilometer von der Bezirksgrenze entfernt, mitten in der Zollfeld-Landschaft, liegt das Erdbeerfeld von Sabine und Daniel Dörfler. Der Blåsehof wirtschaftet biodynamisch – auf rund zwei Hektar wachsen vier verschiedene Sorten mit versetzten Reifezeiten. Wer nach dem Pflücken eine Pause einlegen möchte, findet direkt am Feld ein kleines Erdbeercafé, das Lust macht, auch nach dem Pflücken noch eine Weile zu bleiben. Fairtrade-Kaffee, Bio-Limonaden, selbstgemachte Säfte und kühle Kärntner Bio-Biere stehen dort bereit – und für die Kleinsten eine Sandkiste.
Der Saisonstart verzögert sich heuer etwas wegen des Spätfrosts rund um die Eisheiligen, Ende Mai oder Anfang Juni soll es aber losgehen. Geöffnet ist täglich von 8 bis 13 Uhr und von 15 bis 19 Uhr. Selbstpflücker zahlen 5,90 Euro pro Kilo, ab acht Kilogramm 5,50 Euro. Wer fertig Gepflücktes mitnimmt, zahlt 11 Euro. Aktuelle Infos gibt es über die eigens eingerichtete „Strawberry Hotline“.