Neun Punkte Vorsprung wies der GAK Anfang April nach dem Heimsieg gegen Blau-Weiß Linz auf die Oberösterreicher auf. 24 Punkte haben die Grazer vorzuweisen – eine Ausbeute, die in den bisherigen acht Auflagen der Qualifikationsgruppe jedes Jahr locker zum Klassenerhalt gereicht hat. 14 Zähler wurden alleine im unteren Playoff erobert. Nach einer kuriosen Wasserschlacht gegen Altach noch um den Liga-Verbleib zittern zu müssen, ist tatsächlich bitter.
Keine Frage: Gründe, sich ein wenig verfolgt zu fühlen und in eine Opferrolle zurückzuziehen, gibt es für den GAK genügend. Gleichzeitig wäre es vor dem „Endspiel“ in Linz der falscheste Zugang, den die Rotjacken wählen könnten. Nüchtern betrachtet, machen sich jene beiden Mannschaften den Klassenerhalt im direkten Duell aus, die in dieser Saison die meiste Zeit im Tabellenkeller verbrachten. Mit Fortdauer der Saison zunehmend mit Vorteil für den GAK.
Nun gilt es noch ein letztes Mal zu beweisen, dass man 2025/26 besser ist als die Linzer. Das wird auswärts herausfordernd, dafür braucht es die von Sportchef Tino Wawra zitierten „Eier“. Und dafür braucht es vor allem die Überzeugung, dass dies wirklich so ist.