Es sind weiterhin vor allem Frauen, die von den steiermarkweit weiter steigenden Arbeitslosenzahlen betroffen sind. Mit Stand Ende April ist die Frauenarbeitslosigkeit steiermarkweit um 1157 Betroffene – plus 7,2 Prozent zum Vorjahreszeitraum – auf 17.206 nach oben geklettert. Bei den Männern lag der Zuwachs bei vergleichsweise geringen 0,9 Prozent (plus 193 Betroffene) auf 20.894 Personen. Während die Zahl der Arbeitslosen bei den unter 25-Jährigen sinkt (minus 4,2 Prozent auf 3752 Betroffene), steigt sie bei den über 50-Jährigen weiterhin überdurchschnittlich (plus 5,3 Prozent auf 13.471 betroffene Personen).
Die aktuellen Arbeitsmarktdaten bieten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aber auch vereinzelte Lichtblicke. Die geschätzte Gesamtzahl der unselbständig Beschäftigten lag mit Monatsende mit 545.000 um 2000 Personen höher als Ende April 2025. In den Arbeitsmarktregionen Gleisdorf, Bruck/Mur, Liezen und Feldbach gab es rückläufige Arbeitslosenzahlen. In Mürzzuschlag ist die Arbeitslosigkeit indes um 11,8 Prozent am stärksten gestiegen.
Mehr offene Industriestellen, Rückgang im Handel
Auch beim Bestand der gemeldeten offenen Stellen gab es einen zarten Zuwachs von 3,1 Prozent auf 10.920. In der Industrie, also im Bereich Herstellung von Waren, ist die Arbeitslosigkeit mit plus 0,7 Prozent auf 4470 Personen nur noch leicht gestiegen, hier ist die Zahl der offenen Stellen gleichzeitig um 51 Prozent auf 1205 nach oben geklettert. Die jüngsten geopolitischen Verwerfungen, inklusive höherer Energiepreise und drohender US-Zollanhebungen,, lassen jüngste Erholungstendenzen in der Industrie dennoch „fragil“ erscheinen, wie es vor Kurzem schon im Konjunkturbarometer der steirischen Industrie hieß. Dort zeigte sich zwar, dass knapp jeder fünfte Betrieb in den kommenden drei Monaten von einem Personalaufbau ausgeht, umgekehrt aber auch fast drei von zehn Unternehmen mit einem weiteren Personalabbau rechnen.
4801 gemeldete offene Stellen gibt‘s im Bereich der wirtschaftlichen Dienstleistungen, ein Plus von 15,1 Prozent – hier legten vor allem die Zeitarbeitsstellen kräftig zu: Im Vergleich zum April 2025 um 16,4 Prozent auf 3916. In der Baubranche (minus 5,6 Prozent auf 731) sind die offenen Stellen indes zuletzt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ebenso gesunken wie im Handel (minus 9,7 Prozent auf 1426) sowie im Bereich Beherbergung und Gastronomie (minus 24,5 Prozent auf 780).