Es ist eine der traditionellsten Veranstaltungen im österreichischen Radsport: Die Erlauftaler Radsporttage, die am Sonntag schon zum 53. Mal über die Bühne gingen und zudem die Halbzeit in der „Road Cycling League“, vormals Rad-Bundesliga, markierten. Umso erfreulicher, dass sich ein Steirer diesmal den Tagessieg holte: Philipp Hofbauer (Team Vorarlberg) feierte damit den ersten Erfolg in diesem Jahr. Bei den Frauen setzt sich Belinda Holzer (Team Tirol) durch, hier holte sich Sophia Knaubert vom Team Arbö Knittelfeld Rang drei und war damit auch beste U23-Fahrerin.

Bei den Herren ließ das Team Vorarlberg von Beginn an keinen Zweifel daran, dass einer der ihren um den Sieg mitreden soll und auch die Gesamtführung von Tobias Nolde verteidigt werden soll. Der Plan ging auf: Colin Stüssi, Dominik Röber und Philipp Hofbauer fuhren als Teil einer elfköpfigen Spitzengruppe nach 57 Kilometern einen Vorsprung von 1:20 Minuten auf das Feld heraus, dieser wuchs kontinuierlich an. Und in der letzten 11-km-Runde machten sich dann Routinier Riccardo Zoidl von Hrinkow Advarics und Hofbauer den Tagessieg untereinander aus. Im Zielsprint in Wieselburg war der 25-jährige Steirer, der als eines der größten Talente in Österreich galt und gilt, der schnellere Mann. „Ich freue mich riesig, dass nach einer bisher nicht ganz optimalen Saison der Knoten geplatzt ist. Dieser Befreiungsschlag tut mit Hinblick auf die kommenden Aufgaben extrem gut“, sagte er.

Bereits am Samstag wurden in Wieselburg die Meistertitel im Kriterium vergeben. Bei den Frauen setzte sich auch hier Holzer durch, bei den Herren war Fabian Steininger der Schnellste. Erfreulich: Die U23-Titel gingen sowohl bei den Frauen durch Sophie Walcher (Grupetto Graz) als auch bei den Herren durch Jakob Sertic (WSA KTM Graz) in die Steiermark.