Der britische Gitarrist Mick Jones, Gründer und kreativer Kopf der Band Foreigner, zählt zu den prägenden Figuren der Rockmusik der 1970er- und 1980er-Jahre. Mit Welthits wie „I Want to Know What Love Is“, „Urgent“ oder „Cold as Ice“ schrieb er Musikgeschichte. Heute jedoch steht sein Name nicht mehr nur für musikalische Erfolge, sondern auch für eine schwere Krankheit: Alzheimer.
Wie aus aktuellen Berichten hervorgeht, leidet Mick Jones an Alzheimer im Endstadium. Diese Information wurde von seinem langjährigen Bandkollegen Lou Gramm öffentlich gemacht. Demnach ist der 81-jährige Musiker stark eingeschränkt. Gespräche seien kaum noch möglich, er wirke „distanziert“.
Kein Parkinson
Besonders tragisch ist, dass lange Zeit angenommen wurde, Jones’ Rückzug aus der Öffentlichkeit sei auf Parkinson zurückzuführen. Tatsächlich hatte er diese Diagnose bereits 2024 selbst bestätigt, doch inzwischen gilt Alzheimer als die dominierende und schwerwiegendere Erkrankung.
Sein Gesundheitszustand hat sich in den letzten Jahren deutlich verschlechtert. Bereits seit 2023 kann Jones nicht mehr aktiv mit seiner Band auftreten.
Rückzug aus der Öffentlichkeit
Der fortschreitende Krankheitsverlauf führte dazu, dass sich Mick Jones zuletzt zunehmend aus dem öffentlichen Leben zurückzog. Sein letzter bekannter öffentlicher Beitrag stammt aus dem Juli 2025, als er sich auf Social Media zum Tod von Ozzy Osbourne äußerte und gemeinsame Erinnerungen teilte.
Auch bei einem der wichtigsten Momente seiner Karriere, der Aufnahme von Foreigner in die „Rock and Roll Hall of Fame“ im Jahr 2024, konnte er nicht persönlich anwesend sein.
Versöhnung und menschliche Seite
Sein letztes öffentliches Lebenszeichen gab Jones im Juli 2025 auf Instagram ab. Damals äußerte er seine Trauer nach dem Tod von Ozzy Osbourne und erinnerte an gemeinsame musikalische Momente sowie die Aufnahme in die “Rock and Roll Hall of Fame” 2024, an der er nicht mehr teilnehmen konnte.
Neben der Tragik brachte die Krankheit auch eine unerwartete Wendung: Nach jahrzehntelangen Spannungen kam es zu einer Versöhnung zwischen Mick Jones und Band-Kollege Lou Gramm. Gramm warf Jones vor, ihn bei Hits wie „I Want To Know What Love Is“ um Tantiemen betrogen zu haben.
Gründung der Foreigner 1976
Mick Jones wurde 1944 in England geboren und gründete Foreigner im Jahr 1976. Er war nicht nur Gitarrist, sondern auch Hauptsongwriter und Produzent der Band. Unter seiner Leitung entwickelte sich Foreigner zu einer der erfolgreichsten Rockbands weltweit. Ihr Durchbruch gelang Ende der 1970er-Jahre, der Höhepunkt folgte in den 1980ern mit Millionenverkäufen und internationalen Chart-Erfolgen.
Jones’ Einfluss reicht weit über seine eigene Band hinaus: Er arbeitete mit Künstlern wie Eric Clapton oder Billy Joel zusammen und war auch als Produzent erfolgreich.