Ein leistbarer Wohnraum ist heute für viele Menschen keine Selbstverständlichkeit. Die aktuelle Teuerungswelle verschärft die Situation vielfach. Aber auch vor vielen Jahren hatten Kärntner schon Probleme damit, eine passende Wohnung zu finden. Davon zeugt ein Fall aus dem Jahr 1971, bei dem Klagenfurter eine drastische Maßnahme ergriff: Er stellte Teile seines Hausrates vor dem Rathaus ab, „um die Stadtväter auf die Notlage aufmerksam zu machen“, wie es im Bericht der Kleinen Zeitung damals im Mai hieß.

Als er seinen bisherigen Wohnraum aufgrund Eigenbedarfs aufgeben musste, wandte sich der Klagenfurter an die Stadt. Doch der Magistrat hatte keine freie Wohnung zur Verfügung, hieß es im Artikel weiter. Mit der öffentlichen Demonstration wollte er aufzeigen, „dass man auch heute – in unserer fortschrittlichen Zeit – plötzlich ohne Wohnung dastehen kann.“