Flimmern, leuchten, funkeln, flirren: So viele Wörter das Schillern beschreiben, so viele Facetten hat das Kulturfestival „schillern“ selbst. Von 13. bis 31. Mai spannt sich die fünfte Ausgabe der kulturellen Landpartie durchs Schilcherland. Was dieses Festival so besonders macht? „Ganz einfach!“, meint Isabella Holzmann, Obfrau der Kulturinitiative Schillern und Leiterin des Greith Hauses, „es spiegelt die Vielfalt einer ganzen Region, ohne sie glattzubügeln.“
Genau darin liege auch die Stärke des Festivals. „Wir arbeiten alle anders und wir haben ein individuelles Angebot“, so Holzmann. Hier werde nicht vereinheitlicht, hier dürfe jede Spielstätte anders leuchten.
Das Programm „schillert“ in viele Richtungen: In Schloss Hollenegg eröffnet die Designausstellung „Element: Metall“ das Festival, im Steirischen Feuerwehrmuseum Kunst & Kultur in Groß St. Florian setzt „Pop Art – Kunst der Massenkultur“ einen kräftigen Farbakzent. Im Dachbodentheater Stainz wird das Geheimnis gelüftet, was es mit dem „Plattenspieler unter der Dachschräge“ auf sich hat, und im Greith Haus verschmelzen bei den „Direktträgern“ Theater und Performance. Dazu kommt das Wolfgang Muthspiel Chamber-Trio, das das Publikum mit einem außergewöhnlichen Mix aus Gitarre, Trompete und Klavier mitnimmt auf eine spannende Reise zwischen Jazz und Kammermusik.
Besonders eindringlich wird es im Kürbis Wies. Künstlerischer Kopf Karl Posch bringt dort mit „Wo die Kanonen blühen“ eine theatralische Collage auf die Bühne, in der Texte, Lieder und Szenen zu einem vielschichtigen Abend über Krieg und Frieden verschmelzen. In einer Zeit, in der Krisen täglich die Schlagzeilen bestimmen, bekommt dieser Abend besondere Wucht. „Wir sind eigentlich immer am Puls der Zeit“, so Posch.
„Das Regiomobil fehlt sehr!“
Zum Konzept von „schillern“ gehört auch, Kultur klimafreundlich erlebbar zu machen. Wer mit Bus oder Bahn anreist, darf sich in allen 14 Kulturstätten über kleine Goodies freuen – etwa über ein Glas Wein, Kochbücher, CDs oder Kunstkataloge. Darüber hinaus arbeiten sämtliche Häuser mit Hotelpartnern in der Region zusammen.
Gerade deshalb wiege das Ende des Regiomobils besonders schwer, betonen die Veranstalter. Gerade für Kulturorte abseits der Hauptverkehrsachsen sei dieses Angebot ein wichtiger Baustein gewesen. Umso mehr setze „schillern“ nun auf neue Allianzen – und auf ein Publikum, das die kulturelle Landpartie nicht nur genießt, sondern auch bewusst antritt.