In einem durchschnittlichen Haushalt in Österreich wird rund die Hälfte der verbrauchten Energie für das Heizen in der kalten Jahreszeit verwendet. Ein großer Posten, mit entsprechend großem Einsparpotenzial.

  • Die meisten Haushalte sind im Winter überheizt. "Zwar ist das Temperaturempfinden individuell, aber wenn man im Winter im kurzen Leiberl zu Hause sitzt, dann ist es in der Wohung zu warm", sagt Sabrina Seidl von der österreichischen Umweltberatung. Dass sich das Feilschen um jedes Grad nicht nur für das Wohlbefinden auszahlt, demonstriert dieses Rechenbeispiel: „Die Raumtemperatur um nur ein Grad Celsius zu senken, erspart bereits rund sechs Prozent Heizenergie“, rechnet die Expertin vor. Und damit auch Kosten.
  • Die empfohlene Temperatur liegt in viel benutzten Zimmern bei maximal 22 Grad Celsius, in selten frequentierten oder in Schlafräumen bei nicht mehr als 18.
  • Das Thermostat am Heizkörper ermöglicht es, dass die Temperatur im Zimmer auf dem gewünschten Niveau bleibt. Wenn die Raumtemperatur über den eingestellten Wert steigt, schaltet das Thermostatventil den betreffenden Heizkörper automatisch ab.
  • Bequem sind auch ein Heizsystem mit Zeitschaltung. Sie steuern den Heizbedarf unter Berücksichtigung der Lebensgewohnheiten und sorgen zum Beispiel für die automatische Nachtabsenkung.
  • Nicht nur die richtige Temperatur hilft dabei, Energie und Geld beim Heizen zu sparen: In manchen Wohnungen sind die Heizkörper hinter Vorhängen versteckt, hinter Möbeln versteckt  oder gar verbaut. Dadurch geben sie weniger Wärme ab, weil Luftzirkulation und Abstrahlung beeinträchtigt sind.
  • Bei manchen liegen die Heizkörper zwar frei, dafür glucksen sie: ein Hinweis auf Luft im Kreislauf des Systems, das die Wasserzirkulation und wiederum die Wärmeabgabe hemmt. Mit einem Entlüftungsschlüssel kann man Heizkörper leicht selber entlüften, denn eine schlecht gewartete Heizung verbraucht bis zu 20 Prozent mehr Energie.
  • Beim Lüften wird immer Energie verloren gehen, deshalb sollte man es möglichst effizient tun: „Am schnellsten passiert der Luftaustausch beim Stoß- oder Querlüften. Da genügt es, die Fenster wenige Minuten zu öffnen“, sagt Seidl. Die Heizungen in den betroffenen Räumen sollte man derweil abdrehen.
  • Fenster zu kippen, ist sowohl im Hinblick auf den Luftaustausch als auch auf das Energiesparen die ineffizienteste Methode. Berechnungen zeigen, dass hier rund eine Stunde bei gekipptem Fenster im Verhältnis zu wenigen Minuten Stoßlüften stehen, will man den gleichen Effekt erreichen. Dadurch geht auch mehr Heizungswärme verloren. „Besonders, wenn beim ,Dauerkippen‘ ein selbstregelnder Heizungsthermostat auf den kalten Luftstrom mit dem Höherdrehen der Heizung reagiert“, warnt Seidl.
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