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Bis Mitte 2021 Appell der Brauereien: "Gastro-Biersteuer aussetzen"

Reaktion auf zweiten Lockdown: 45 Millionen Euro für neun Monate, auch Umsatzsteuersenkung soll "zumindest bis Mitte 2021" verlängert werden.

© (c) APA/BARBARA GINDL (BARBARA GINDL)
 

Die Brauereien sehen sich durch die Schließung der Gastronomie hart getroffen. Zum Ausgleich fordern sie Steuererleichterungen für die Branche. So solle die Biersteuer in der Gastronomie für das vierte Quartal 2020 und die ersten beiden Quartale 2021 erlassen werden, schreibt Brauerei-Obmann Sigi Menz, in einer Aussendung. Das würde in neun Monaten 45 Millionen Euro Entlastung bringen. Zusätzlich solle die Umsatzsteuersenkung in der Gastronomie "zumindest bis Mitte 2021" gelten.

Der Verband verweist auf seine wichtige wirtschaftliche Rolle. Die Brauereien würden jährlich rund 700 Millionen Euro an Steuern zum Staatshaushalt beitragen und hätten direkt 3700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. "Jeder Job in einer Brauerei generiert zudem 17 weitere Arbeitsplätze - zwei in der Landwirtschaft, zwei im Handel und 13 in der Gastronomie", argumentiert der Verband. Die gesamte Biersteuer - inklusive Einzelhandel - beläuft sich auf jährlich 190 Millionen Euro.

Kommentare (2)
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Nixalsverdruss
2
8
Lesenswert?

Der Heineken-Konzern mach Gewinn

Im Jahr 2019 waren es weltweit 2,2 Mrd. Euro - und das ist kein Pappenstiel mehr...
Bei diesen königlichen Bierpreisen ist es schon ein wenig verwegen, Steuererleichterungen zu fordern. Die Gastronomie ächzt schon seit langem unter den überhöhten Bierpreisen der Lieferanten ...
Vergleich: Aktion im Supermarkt - 10 Liter Bier 11,90 Euro
Schankpreis im GH - 3 x 0,3 l Bier rd. 9,90 Euro

Das ist kein Scherz!

dude
1
9
Lesenswert?

Bitte nicht pauschal mit der Gießkanne fördern!

Die USt-Senkung geht genau in Richtung Gießkanne! Dabei gibt es viel Kärntner Gastronomen, die heuer im Sommer eine wirklich großartige Saison hatten. Auf der anderen Seite gibt es die Stadtgastronomie, die schon im Sommer zu leiden hatte und jetzt - wie alle - überhaupt schließen muss. Daher jene fördern, die wirklich starke Einbußen hatten. Das geht nicht über die USt-Senkung!