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1000 Stellen fallen wegSwarovski: Gespräche über Massenkündigungen starten

Swarovski: Vorabinfos für potenziell Betroffene ab heute. Einige Familienmitglieder orteten zuletzt einen „Maulkorberlass“.

© (c) APA/THOMAS BOEHM (THOMAS BOEHM)
 


Großflächig sprühte die Partei Links vor der Swarovski-Boutique in der Wiener Innenstadt den Schriftzug „1800 Kündigungen“ auf den Boden. Der massive Stellenabbau bis 2022 belastet die Stimmung im Kristallkonzern. Am heutigen Montag starten Vorabinformationsgespräche in Gruppen mit möglicherweise vom Abbau betroffenen Mitarbeitern, ab 20. Oktober sollen – in der ersten Welle – 1000 Betroffene in persönlichen Gesprächen informiert werden.

In dem Zusammenhang sorgt auch eine Kommunikationsrichtlinie der Konzernführung für Unmut unter Gesellschaftern. Demnach seien alle Kommunikationsmaßnahmen mit einem Mitglied eines sogenannten Clearing Committee abzustimmen; das Gremium besteht aus drei Personen, unter anderem aus Konzernchef Robert Buchbauer. Die Richtlinie gelte bis zur Umsetzung der Strukturreform und richtet sich an alle Gesellschafter, Mitglieder des Beirats und des Verwaltungsrats, an die Geschäftsführung sowie Berater der Gruppe. Acht Familienmitglieder lehnen sich gegen diese Vorgaben auf, sie sehen einen Maulkorberlass. In einem Brief an Mitgesellschafter, der der Austria Presse Agentur vorliegt, kritisieren sie die „völlig haltlose Richtlinie“, die Gesellschafterrechte beschneide. Sie sei ein „Einschüchterungsversuch ohne Rechtsgrundlage“. Die Familienmitglieder lehnen die Strukturreform ab, beklagen „brutalen Stil“ und befürchten eine Verlagerung des Hauptsitzes von Wattens in die Schweiz.

Letzteres verneint die Unternehmensführung in einer Stellungnahme, doch der Reformzug fahre weiter. Sie verteidigt auch die Kommunikationsrichtlinie. Es sei notwendig, dass „alle involvierten Mitarbeiter und Anteilseigner im Interesse des Unternehmens agieren und engstens abgestimmt kommunizieren“.

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Mezgolits
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Sie sei ein "Einschüchterungsversuch ohne Rechtsgrundlage".

Die Familienmitglieder lehnten die Strukturreform ab, beklagen "brutalen
Stil" ... Vielen Dank - ich meine: So wie den Familienmitgliedern, geht es
den wahlberechtigten aber entrechteten, selbsterlösungshilfewilligen
Personen mit dem unrechtmäßigen StGB § 78 = die unrechtliche Ein-
schüchterung mit Unrechtsgrundlage: Wir befehlen und alle Unter-
tanen müssen gehorchen - aber zum 100. Geburtstag: Wird unser
Verfassungsgericht: StGB § 78 verbieten MÜSSEN. Erstkläger M.

Peterkarl Moscher
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