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Höheres WachstumUS-Notenbank Fed tastet die Zinsen vorerst noch nicht an

Mit Spannung war die Zinssitzung der Federal Reserve erwartet worden: Noch wird der US-Schlüsselzinssatz bei 2,25 bis 2,5 Prozent belassen. Zum Ärger von Donald Trump.

US-Notenbankchef Jerome Powell
US-Notenbankchef Jerome Powell © (c) APA/AFP/MANDEL NGAN (MANDEL NGAN)
 

Angesichts des Zollstreits und unsicherer Konjunkturaussichten hält die US-Notenbank Fed die Tür für eine baldige Zinswende offen. Sie beließ den geldpolitischen Schlüsselsatz am Mittwoch zwar in der Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent und ignorierte damit Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach einer Senkung.

Zugleich ist inzwischen aber fast die Hälfte der Währungshüter der Ansicht, dass in der zweiten Jahreshälfte niedrigere Zinsen angemessen sein dürften. An den Märkten wird nun bereits für Juli mit einer Kappung des Leitzins gerechnet.

Der Chef des Fed-Bezirks St. Louis, James Bullard, drang auf eine sofortige Senkung, wurde jedoch überstimmt. Auch im Mittel blieb das Führungspersonal der Fed bei der Prognose, dass das Zins-Niveau so bleiben könnte. Im Begleittext zu der geldpolitischen Entscheidung strich die Fed das Schlüsselwort "geduldig" mit Blick auf den weiteren geldpolitischen Kurs, das bisher eine anhaltende Zinspause signalisiert hatte. Fed-Chef Jerome Powell hatte jüngst eine "angemessene Reaktion" auf konjunkturelle Auswirkungen des internationalen Handelsstreits in Aussicht gestellt und damit die Tür für Zinssenkungen aufgestoßen.

Trump forderte wiederholt niedrigere Zinsen

US-Präsident Donald Trump hat zuletzt neuerlich scharfe Kritik am Vorsitzenden der amerikanischen Notenbank Fed, Jerome Powell, geübt. "Er ist meine Wahl - und ich stimme ihm überhaupt nicht zu", sagte Trump in der Vorwoche in einem Fernsehinterview des amerikanischen Senders ABC.

"Ehrlich gesagt, hätten wir eine andere Person in der Federal Reserve, die die Zinsen nicht so stark erhöht hätte, hätten wir mindestens einen Punkt und einen halben mehr", sagte Trump. Damit bezog er sich vermutlich auf das Wirtschaftswachstum.

Trumps Kritik an Powell, den er selbst nominiert hatte, und an der US-Notenbank ist nicht neu. Seit langem spricht sich Trump für niedrigere Leitzinsen aus, um das Wachstum zusätzlich zu befeuern. Mittlerweile wird an den Finanzmärkten auf Zinssenkungen spekuliert, weil die politischen Risiken größer werden.

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