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SteuerreformGroße Autos teurer: Was sich beim Neuwagenkauf ändern wird

Die Steuerreform bringt nächstes Jahr auch Neuerungen beim Neuwagenkauf: Die NoVA wird aufkommensneutral umgestaltet. Höhe der motorbezogenen Versicherungssteuer orientiert sich künftig neben der Motorleistung auch am CO2-Ausstoß.

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Die Steuerreform bringt auch im Zusammenhang mit Neuwagen einige maßgebliche Änderungen mit sich. So sollen "insbesondere  Kraftfahrzeuge mit geringem Schadstoffausstoß steuerlich begünstigt werden", wie Finanzminister Hartwig Löger betont.

Das bringt mit sich, dass sich die Höhe der Kfz-Steuer (motorbezogene Versicherungssteuer) künftig nicht mehr nur an der Motorleistung orientiert, sondern auch am CO2-Ausstoß des Fahrzeugs. Die Steuerbelastung soll "abhängig vom CO2-Ausstoß hin zu jenen Fahrzeugen verlagert werden, die einen überdurchschnittlich hohen CO2-Ausstoß verursachen", wird seitens des Finanzministeriums (BMF) betont.

Die Grenzwerte des CO2-Ausstoßes werden demnach bei der lohnsteuerlichen Behandlung von Fahrzeugen angepasst und bei der motorbezogenen Versicherungssteuer neben der Motorleistung auch den CO2-Ausstoß aufkommensneutral mitberücksichtigen. Dabei geht es jeweils um Neuzulassungen und nicht um den Fahrzeugbestand. Die auch hierzulande besonders beliebten SUV, die auch aufgrund eines höheren Gewichts vielfach mehr Treibstoff benötigen und damit auch mehr CO2-Ausstoß verursachen, dürften im nächsten Jahr also tendenziell teurer werden.

"Um für Betriebe den Anreiz zu erhöhen Mitarbeitern vermehrt Elektrofahrräder anzubieten, wird auch für diese die Möglichkeit des Vorsteuerabzuges bei unternehmerischer Tätigkeit geschaffen", wird im BMF betont.

ÖAMTC begrüßt Änderungen bei der NoVA

Änderungen gibt es auch bei der Normverbrauchsabgabe (NoVA), die seit vielen Monaten bei Autofahrerclubs und dem Fahrzeughandel in der Kritik steht. Denn durch die Einführung des neuen Abgas-Messverfahrens WLTP für die Normverbräuche drohte eine Erhöhung der Steuerbelastung durch die NoVA in Höhe von insgesamt 570 Millionen Euro, rechnet der ÖAMTC vor.

"Nur weil der Verbrauch im Labor steigt, dürfen die Konsumenten nicht zusätzlich belastet werden"

ÖAMTC-Experte Martin Grasslober

"Nur weil der Verbrauch im Labor steigt, während sich auf der Straße nichts ändert, dürfen die Konsumenten nicht zusätzlich belastet werden", sagt ÖAMTC-Experte Martin Grasslober. Daher begrüße er die nun angekündigte "aufkommensneutralen Änderung der NoVA". Ob die Mehrbelastung durch das WLTP-Messverfahren mit der Steuerreform gänzlich ausgeglichen werde "und es wirklich zu einer aufkommensneutralen Änderung der motorbezogenen Versicherungssteuer kommt", müsse sich freilich erst anhand der noch zu präsentierenden Details zeigen.

Eigenstromsteuer für Fotovoltaikanlagen fällt

Löger verweist auf weitere ökologische Aspekte der Steuerreform. Denn abseits der Mobilität werde beispielsweise die Eigenstromsteuer für Fotovoltaikanlagen abgeschafft. Auch Biogas, Wasserstoff und LNG werden steuerlich begünstigt – nachhaltig produzierter Wasserstoff und nachhaltig produziertes Biogas aus erneuerbaren Quellen wird dabei steuerfrei.

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Danke für Ihr Verständnis.

alwin
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Thema verfehlt!

Weniger Kilometer und weniger Gas, das reduziert den CO2-Anteil im Verkehrsbereich.

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fwf
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KFZ-Steuerreform

Bin sofort dafür, die hochmotorisierten und schweren Karossen noch höher zu besteuern, aber nur, wenn unsere Top-Politiker dann auch mit umweltfreundlichen Mittelklassewagen unterwegs sind.

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dude
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Die Schlagzeile klingt natürlich gut!

Vermutlich wird es aber wieder so eine übliche Blendgranate der Regierung sein, um sich doch noch eine grünes Mascherl vor der EU-Wahl umhängen zu können. So nach dem Motto: "Wir haben eh eine ökologische Steuerreform gemacht." Warten wir einmal ab, um wieviel es sich handelt. Wenn sich's um 20, 30 Euro im Jahr handelt, um das die motorbezogene Versicherungssteuer für große, fette CO2 Schleudern teurer wird, ist diese Regelung das Papier nicht wert, auf dem sie steht. Großverbraucher im Individualverkehr sollten exorbitant und vor allem "spürbar" besteuert werden. Und die sparsamen Motoren gehören gefördert. Dadurch wäre diese Steuer auch öko-sozial.

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Lodengrün
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Das wird unsere Systemsparer nicht treffen

die werden in den Riesenschlitten auf Staatskosten kutschiert.

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joektn
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Sehr gut

Heute muss ja jedes Auto bereits ein SUV sein. Versteh ich überhaupt nicht, wieso man sowas für die Stadt braucht? Verbrauchen viel Sprit und Platz und sind eindeutig fehl am Platz im Stadtgebiet.

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wolf1949
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SUV

Lieber Herr! Warten Sie ein bisschen bis Sie im Alter werden, wo man nicht so leicht vom tiefen Sitz im Auto aussteigt, dann werden Sie leichter verstehen, warum viele ältere ein SUV Auto bevorzugen

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joektn
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Eher nicht...

Ich glaub nicht dass das was mit dem Kreuz zu tun hat. Mein Vater mit stolzen 83 Jahren steigt auch noch ganz gut aus seinem Golf aus und ein. Das hat wohl eher was mit dem Ego zu tun, dass man sich hier mit einem großen Auto irgendwas beweisen muss bzw sein Ego pushen muss. Hauptsache groß, viel PS und protzig muss es sein um zu zeigen was man hat. Typisch Problem der Männer in den Midlifecrises...

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acgelenk
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da spricht jemand ohne körperliche beschwerden

@joektn
auch ich (weiblich, 48) hab mir wegen meiner mehrfach operierten wirbelsäule kützlich einen SUV zugelegt. ich kam aus dem alten wagen kaum mehr raus.
ja - es ist legitim zu fragen wie es früher die alten und/oder kranken leute machten .....die sind dann eben nicht mehr auto gefahren. ich lasse mir meine mobilität nicht nehmen, nur weil ein paar menschen glauben SUVs sind ein grösseres umweltproblem als was anderes. JEDER trägt zum klimawandel in irgendeiner form bei. ich bin mir sicher, dass auch SIE joektn nicht immer müll trennen, oder noch intakte lebensmittel wegwerfen, oder die eine oder andere umweltsünde begehen.
es ist einfach falsch zu generalisieren. natürlich gibt es die protzer - aber der vorteil von SUVs liegt einfach auf der hand - warum dann nicht nutzen! man kann auch einen SUV sparsam fahren - ich fahre 6,4l/100km.

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wolf1949
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SUV

Was ist protziger? Hyundai Santa Fe oder Porsche?

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joektn
6
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Welcher?

Ich finde den Hyundai Santa Fe genauso protzig wie den Porsche Cayenne.

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checker43
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Plötzlich

haben alle Alten Kreuzweh. Was haben die bloß in Vor-SUV-Zeiten gemacht? Und es gibt auch Fahrzeuge mit höheren Sitzen, die keine SUVs sind.

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fwf
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Kreuzweh

Steig mal in einen Opel der 60er Jahre: keine Schalensitze, keinen dominanten Mitteltunnel, keine hohen Seitenschweller, die Sitzbank hoch und gerade. Das ging das Aus- und Einsteigen noch leicht. Soviel zum Thema Vor-SUV-Zeiten.

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bene80
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Und was ändert sich jetzt?

Der Artikel ist Zeitverschwendung, da stehen keine Fakten - und soetwas als headline

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sportkaernten
8
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??????

dass große CO2-Schleudern teurer werden. Was ist da nicht zu verstehen. Das ist der erste Schritt zu einer Ökologisierung des Steuersystems.

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Jondrick
25
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Gute Reform

In Grossbritannien haben wir diese Schadstoff-basierte Steuer seit vielen Jahren. Das System funktioniert wunderbar und macht mehr Sinn als eine Steuer die sich ausschliesslich auf die Motorleistung bezieht. Elektro- und Hybrid- Fahrzeuge werden damit attraktiver und ältere Diesel Autos mit mangelhaften Katalysatoren werden somit teurer. Gut so.

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hauwi68
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Jondrick

was schreiben Sie bitte? Richtig lesen! Es betrifft nur Neuzulassungen und nicht der Fahrzeugbestand auf der Straße!

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Jondrick
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Mhm..

...und in fünf Jahren sind Ihre Neuzulassungen genau fünf Jahre alt und haben höhere Abgaswerte als Neuzulassungen in 2024. (Änderungen von Euro1 - Euro6 Richtlinien machen das ziemlich deutlich)

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