Das Weiße Haus diskutiert derzeit, ob der chinesische Konzern Tencent seine Anteile an großen Videospielkonzernen behalten darf, berichtete die Financial Times am Dienstag. US-Präsident Donald Trump bereitet sich derzeit auf ein Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping im April in China vor.
Hochrangige Beamte hätten interne Besprechungen abgehalten, um zu beurteilen, ob die Investitionen von Tencent in US-amerikanische und finnische Gaming-Unternehmen ein Risiko für die nationale Sicherheit darstellen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf mehrere mit den Beratungen vertraute Personen. Eine für Dienstag geplante Sitzung mehrerer Kabinettsmitglieder zur Prüfung dieser Frage wurde laut FT aufgrund von Terminproblemen verschoben.
Reuters konnte den Bericht nicht sofort überprüfen. Das Weiße Haus und Tencent reagierten ebenfalls nicht sofort auf die Bitte von Reuters um eine Stellungnahme.
Tencent an Epic Games und Riot Games beteiligt
Das in Hongkong börsennotierte Unternehmen Tencent hält Anteile an dem US-amerikanischen Videospielentwickler Epic Games, dem Schöpfer von „Fortnite“, und ist Eigentümer des in Los Angeles ansässigen Unternehmens Riot Games, dem Entwickler von „League of Legends“.
Im Jahr 2016 kaufte es für rund 8,6 Milliarden US-Dollar (7,4 Mrd. Euro) die Mehrheitsanteile an Supercell, dem finnischen Hersteller von Handyspielen, der hinter „Clash of Clans“ steht.