Aufgrund der krisenhaften Zeit und der hohen Inflation rechnete Ralph Müller, der Generaldirektor der Wiener Städtischen Versicherung, durchaus mit Prämienfreistellungen, Stornierungen, Vertragskündigungen. Das Gegenteil ist der Fall. "Wir haben ein solides erstes Quartal mit 5,3 Prozent Prämienwachstum hinter uns. Vor allem Schaden- und Unfall-, sowie Krankenversicherungen nehmen zu", sagt Müller, der am Mittwoch zur Landesbeiratssitzung in Pörtschach war. "In der Kette der Dinge, die abgeschafft werden, sind wir offenbar relativ weit hinten. Das liegt wohl unter anderem an den Gehaltsabschlüssen." Die höheren Zinsen: Gut für die zuletzt sich schleppend entwickelnde Sparte Lebensversicherung und Altersvorsorge, weil die  Gewinnbeteiligung attraktiver ist. Die Teuerung: Erhöht die Prämien, macht aber für die Versicherungen auch die Schäden kostspieliger. Autoreparaturen zum Beispiel - sie wurden um 10,5 Prozent teurer. Im Versicherungssprech ist von "Schadensinflation" die Rede.