Verstöße gegen das Sozialversicherungsgesetz sowie das Melde- und Kraftfahrgesetz, Scheinselbstständigkeit, Arbeitskräfteausbeutung, Lohn- und Sozialdumping, Schwarzarbeit: Die Liste der Beanstandungen ist lange, die Zahl der Anzeigen (50) hoch. Ein "behördenübergreifender, sorgfältig geplanter Schwerpunkteinsatz" hat, wie nun bekannt gegeben wurde, Anfang Dezember "massive Gesetzesübertretungen" bei einem großen Paketdienstleister mit Sitz in Salzburg aufgedeckt. Am Einsatz seien das Finanzamt Österreich (FAÖ), die Finanzpolizei im Amt für Betrugsbekämpfung (ABB) des Finanzministeriums sowie das Innenministerium beteiligt gewesen. Insgesamt handelte es sich um 39 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie einen Diensthund des FAÖ.
Nach Großkontrolle im Betrieb
Ausbeutung und Lohndumping: Anzeigenflut gegen großen Paketdienst
Unangekündigter Schwerpunkteinsatz am Betriebsgelände eines großen Paketzustellers hat laut Finanzministerium "massive Gesetzesübertretungen aufgedeckt". Es wird von "alarmierenden Aussagen der selbstständigen Frächter" berichtet, die teils 77 Stunden pro Woche arbeiten und im Matratzenlager nächtigen.
© (c) Ronald Rampsch - stock.adobe.com (RONALD RAMPSCH)