Die Autofahrerseele kocht. Während Rohöl zuletzt wieder deutlich billiger wurde (ein Barrel zu 159 Liter der Sorte Brent kostete in der Vorwoche rund 130 Dollar, Mittwochnachmittag knapp unter 100), bleiben die Preise für Sprit nahe der Zwei-Euro-Marke. Nicht nur an der Zapfsäule schäumt der Ärger über, auch in der Politik gehen die Wogen hoch. Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) will die Bundeswettbewerbsbehörde anrufen; diese betont, sie sei weisungsfrei, beobachte das Thema aber. Das deutsche Bundeskartellamt verspricht, sich "das genau anzusehen, wenn die Spritpreise jetzt den sinkenden Rohölpreisen nicht folgen" sollten. Die SPÖ wiederum wirft Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (VP) Untätigkeit vor, obwohl sie aufgrund des Preisgesetzes einzugreifen hätte.
Faktencheck
Stimmt es, dass Ölkonzerne den Krieg für höhere Gewinne nutzen?
Die Rohölpreise sanken zuletzt wieder, während Spritpreise auf Rekordniveau verbleiben. Das verärgert Menschen, die aufs Auto angewiesen sind: Mineralölkonzerne verdienen sich eine goldene Nase, kritisieren sie. Aber stimmt das? Ein Faktencheck.
© Juergen Fuchs