Neuzulassungen Österreich bei Elektroautos bereits Nummer drei in der EU

Nur mehr Schweden und die Niederlande liegen bei neuen E-Autos innerhalb der EU-Staaten vor Österreich. Europa-Spitzenreiter ist Norwegen, wo sechs von zehn neue Autos E-Autos sind.

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Noch immer werden neue E-Autos primär von Unternehmen gekauft
Noch immer werden neue E-Autos primär von Unternehmen gekauft © Animaflora PicsStock - stock.ado
 

Österreich hat nach Schweden und den Niederlanden in der EU den dritthöchsten Anteil an E-Pkw bei den Neuzulassungen, wie eine VCÖ-Analyse zeigt. Europas Spitzenreiter ist Norwegen, wo bereits 60 Prozent der Neuwagen ausschließlich mit Strom fahren. Der Gesamtenergieverbrauch von E-Pkw ist in Österreich pro Fahrzeugkilometer im Schnitt um 42 Prozent niedriger als von Pkw mit Verbrennungsmotor.

Innerhalb der EU gibt es bei den Neuzulassungen von E-Pkw große Unterschiede. Während auf Zypern nur 0,4 Prozent der Neuwagen ausschließlich mit Strom fahren, sind es beim EU-Spitzenreiter Schweden bereits 16,4 Prozent. Der EU-Schnitt liegt bei 7,7 Prozent. Hinter den Niederlanden liegt Österreich im Vergleichszeitraum von Jänner bis Oktober bereits an dritter Stelle mit 12,6 Prozent, laut jüngsten Daten bis Ende November sind es in Österreich bereits 13,5 Prozent.

Zulassungen Jänner bis November2021: Das sind die meistverkauften Elektroautos 2021

Platz 10

Das Model Y von Tesla verbuchte mit einem Absatz von 921 Exemplaren Platz 10.

TESLA

Platz 9

Von der vollelektrischen Variante des Kia Niro wurden heuer bisher 924 Stück abgesetzt. Damit stromert der Koreaner auf Platz 9 und fährt ein Minus von 8,8 Prozent ein.

KIA

Platz 8

936 verkaufte Stück bringen dem elektrischen Seat Mii den achten Rang. Das macht ein Plus von 155,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

SEAT

Platz 7

Auf Platz 7 arbeitet sich der Audi e-tron vor, von dem heuer bisher 1192 Stück verkauft wurden. Das bedeutet ein Plus von 84,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

AUDI

Platz 6

Ein Neueinsteiger findet sich auf Platz 6: 1356 Exemplare des neuen, elektrischen Fiat 500 wurden heuer bereits verkauft.

FIAT

Platz 5

1778 Fans hat der Renault Zoe gefunden. Damit holt sich die kleine Französin den fünften Rang und ein Minus von 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

RENAULT

Platz 4

Mit 2208 verkauften Stück parkt der Skoda Enyaq als Neueinsteiger auf dem vierten Platz.

SKODA AUTO

Platz 3

Platz 3 geht an einen Neueinsteiger: Das elektrische SUV VW ID.4 hat heuer bislang 2361 Kunden gefunden.

VOLKSWAGEN

Platz 2

Der VW ID.3 stromert auf den zweiten Platz: Er bringt es auf 2821 Verkäufe. Das macht ein Plus von 189,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

VOLKSWAGEN

Platz 1

Teslas Model 3 bringt es auf 3304 Verkäufe, damit liegt das meistverkaufte Elektroauto 2020 auf Platz 1. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum macht das ein Plus von 49,8 Prozent.

TESLA
1/10

"Dass Schweden und die Niederlande vor Österreich liegen, ist kein Zufall. Schweden hat mit der CO2-Steuer einen starken Anreiz zum Kauf von E-Pkw, die Niederlande haben hohe Zulassungssteuern für Verbrenner und deutlich höhere Spritpreise als Österreich", erklärte VCÖ-Experte Michael Schwendinger. Der Verkehrsclub hält es realistisch, dass Österreich in fünf Jahren so weit ist wie Norwegen heute. Auch weil die Autohersteller voll auf Elektroautos setzen und erkannt haben, dass Verbrennermotoren keine Zukunft mehr haben.

E-Auto-Förderung wird 2022 fortgesetzt

Nach wie vor entfällt der größte Anteil von neu zugelassenen E-Autos in Österreich übrigens auf Firmen, Gebietskörperschaften und juristische Personen. Von Jänner bis Oktober machten die Firmenfahrzeuge gar 83,9 Prozent unter den neu zugelassenen E-Autos aus. Die beliebteste Antriebsart bei den privaten Fahrzeughalterinnen und -haltern war in diesem Zeitraum übrigens der Benzinmotor (52,5 Prozent).

Die Elektroauto-Förderung in Österreich wird kommendes Jahr fortgesetzt. Auch 2022 wird der Kauf eines E-Autos durch Privatpersonen von Klimaschutzministerium und Autoimporteuren mit gemeinsam 5000 Euro gefördert. Auch für die Ladeinfrastruktur gibt es Geld: Wallboxen werden mit 600 Euro gefördert, Gemeinschaftsanlagen in Mehrparteienhäusern mit 1800 Euro. Für betriebliche und öffentliche Schnellladestationen gibt es bis zu 30.000 Euro.

Kommentare (12)
dathaler
1
6
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Ich wundere mich…

…, dass einige hier noch immer nicht begriffen haben, dass es nichts bringt nur über Technologien zu debattieren. Das beste Beispiel ist doch die „Verbrennungskraftmaschine“ und eine Industrie die uns glauben machen wollte, dass jeder immer sofort sich in ein Auto setzen kann und überall hinfahren kann. Eine klare Sackgasse. Und genauso macht es keinen Sinn jedes Auto gegen eAutos zu tauschen. Ebensowenig alleine auf Wasserstoff zu setzen.
Wir alle als Gesellschaft müssen unser Verhalten ändern. Aber klar, es ist halt leichter über „die da oben“ (untergriffig) zu schimpfen, als selbst einen nachhaltigen Weg zu finden.

leander74
8
14
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Unfassbar

Der größte Betrug am Steuerzahler, ..und an der Umwelt!

schadstoffarm
5
4
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Und an allen kleingeistern

Und allen U70.

melahide
11
10
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Für Firmen

zahlen sich E-Autos halt wirklich doppelt und dreifach aus. Einerseits Vorsteuerabzugsberechtigt, auf das Co2 Budget wird es auch nicht angerechnet. Und bei einer Privatnutzung fallt kein Sachbezug an. Private sehen die Vorteile von Elektrofahrzeugen noch nicht ODER glauben halt den Fake-News, dass sie mit einer Reichweite von 350 km den Weg von Graz nach Kalsdorf nicht schaffen. Ich hab ein E-Auto, vbin damit sehr zufrieden ... und komme aber auch immer mehr zum Schluss, dass ich eigentlich gar kein eigenes Auto brauche. Hoffe deshalb sehr, dass die Leih-Infrastruktur weiterhin verbessert wird, dies auch auf Bahnhöfen passieren wird... um eben irgendwie die "letzte Meile" zu schaffen...

Carlo62
2
8
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Es soll…

…eine gar nicht unbeträchtliche Zahl an Menschen geben, die weiter als von Graz nach Kalsdorf fahren müssen. PS: für diese Strecke eignet sich die S-Bahn bestens; ist auch elektrisch!

Stratusin
2
7
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Unter diesen Vorraussetzungen wird das auch so bleiben!

Du hast deinen Tesla ja auch auf die Firma angemeldet. Gute Mitarbeiter bekommen keine Gehaltserhöhung sondern ein Elektroauto. Spart bei der aktuellen Besteuerung beiden Geld. Elektroautos werden oft auch von Privaten als Dauermiete erworben. Zugelassen ist er auch dann auf eine Firma. Sprich sehr viele Elektroautos werden von Privatpersonen genutzt, aber sind auf Firmen angemeldet. Hat steuerliche Gründe oder auch das auch manche unsicher beim Restwert sind.

scionescio
16
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"Nach wie vor entfällt der größte Anteil von neu zugelassenen E-Autos in Österreich übrigens auf Firmen, Gebietskörperschaften und juristische Personen. Von Jänner bis Oktober machten die Firmenfahrzeuge gar 83,9 Prozent unter den neu zugelassenen E-Autos aus."

Die Steuerzahler sponsern über die Förderungen die Unternehmen und werden über die CO2 Steuern noch ein zweites Mal zur Kassa gebeten - ohne dass das auch nur nennenswerte positive Auswirkungen auf den Klimawandel hätte - der ideologische Feldzug der naiven Fanatikerin Gewessler gegen die individuelle Mobilität von Klein- und Durchschnittsverdienern (da es Strom aus erneuerbaren Quellen laut Gewessler nur mehr für ein Drittel des aktuellen Fahrzeugbestandes geben wird, ist absehbar, dass sich nur mehr das reichste Drittel die enormen Stromkosten und sauteuren BEVs wird leisten können!) kommt uns sehr teuer zu stehen und sorgt dafür, dass die Atomkraftwerke fröhliche Urständ feiern!

melahide
19
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Na dann

Weiter brav Diesel fahren. Und jetzt im Winter bitte nicht vergessen - bei Morgenkaffee das Auto schon anstarten, damit es beim losfahren schön warm ist. Gö? machst Du super!!

Carlo62
1
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@mela

Ach Mela, da schalte ich doch per App beim Frühstückskaffee ganz entspannt die Standheizung ein!

schadstoffarm
7
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alles hat so zu bleiben wie es ist

sonst müßt der scio umlernen.

scionescio
7
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@ArmerSchadstoff: man kann eine gefährliche und problembehaftete Zwischentechnologie auch überspringen ….

… und gleich das Wasserstoffzeitalter einläuten ohne unsinnig Milliarden für bald obsolete Infrastruktur auszugeben und wieder anzufangen, Atomkraftwerke zu bauen.

schadstoffarm
5
5
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Wenn du die Zukunft eh kennst

Kannst du von ihr wie Musk profitieren, Bau ein österreichisches wasserstoffnetzwerk auf.