AVL-Chef über Fridays for FutureHelmut List: "Die Jugend setzt ein Zeichen, Gott sei Dank"

Vorzeigeunternehmer Helmut List feiert am Montag seinen 80. Geburtstag. Ein Gespräch über seinen Vater, junge Menschen, den Zustand des Landes, die Mobilität von morgen und die Rolle der AVL.

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„Die Jugend setzt ein Zeichen, Gott sei Dank“: Helmut List über „Fridays for Future“
„Die Jugend setzt ein Zeichen, Gott sei Dank“: Helmut List über „Fridays for Future“ © Juergen Fuchs
 

Sie blicken dem 80er entgegen, eine große Schwelle. Worauf kommt es im Leben an? Was können Sie an Erfahrungen und Erfolgen mitnehmen?
Helmut List: Das Wichtigste sind die Mitarbeiter. Diese helfen, die Zukunft zu gestalten und ein gutes Gefühl dafür zu entwickeln, was möglich ist und was nicht. Das Engagement der Mitarbeiter entscheidet.

Kommentare (52)
isteinschoenerName
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Der Herr List hat ja quasi einen Vorteil

Er selbst wird die Klimakatastrophe (was damit gemeint ist) hier in unserem derzeit noch immer gesegneten Land nicht mehr erleben.
Junge Menschen von heute schon. 2050 ist näher als wir glauben. Und Schulkinder von heute erleben womöglich 2100. (Oder auch nicht, je nachdem, ob wir die nächsten Jahre gleich weitermachen wie bisher, oder es einen gesellschaftlichen Kipppunkt gibt, an dem wir endlich radikal umdenken. Große Anzeichen dafür sehe ich nicht, eher gesteigerte Verleugnung.)

Reipsi
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Herr List ist

Gut, keine Frage, aber ob das Elektro Auto das gelbe vom Ei ist würde ich hinterfragen , das kommt sicher noch was besseres .

Pablo63
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Und ich hinterfrage ob da noch was besseres kommt wie BEV.

Momentan nicht viel in der Pipeline außer heißer Luft

melahide
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Nur

Due Batterietechnologie muss sich in den nächsten Jahren weiter entwickeln, mit besseren Materialien. Laden geht auch immer schneller. Das die Menschen noch lernen müssen, Energieeffizient zu fahren, steht auf einem anderen Blatt .::

melahide
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Jo

Dann machen wir einfach so weiter wie bisher und warten mal ab, ob da noch was besseres nachkommt, oder? :). Aber der Vorredner hat recht. Auf Autofahren verzichten wo es geht ist eine Lösung bzw Transporte. Das was in den letzten 50 Jahren passiert ist sollte sich wieder ändern. Also nicht „zurück“ nach damals, aber besser!

petera
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Auf das Auto zu verzichten, wo immer es geht, ist wohl die beste Variante

Oder reden sie von Wasserstoff? Das Rennen ist schon lang verloren im Kfz Bereich.

melahide
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Spannend

an der AVL ist, das die (Verbrennungs)Motoren entwickeln. Die Mitarbeitenden aber in Scharen mit dem Rad hinfahren. War ein gutes Interview. Er sagt so, wie der Hausverstand es einem sagt: Technologieoffen. E-Autos, synthetische Kraftstoffe für LKW, Schiff und Flugzeug.

LIndemann69
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Das war einmal...

wenn man sich die heutige AVL ansieht, dann ist das ein Softwareunternehmen, Messtechnikunternehmen und Zukunftsforschungsunternehmen zur Entwicklung der klimafreundlichen Mobilität von Morgen. Herr Prof. List hat das im Interview eigentlich ganz gut skizziert.

manfred130366
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Ich arbeite auch bei der AVL

und gehe zu Fuss zur Arbeit :-) Wenn es Sie beruhigt, kann ich aber gerne jederzeit meinen Diesel für die 1,2 Kilometer in die Arbeit anwerfen...

melahide
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Ich find das sehr belobigend. Man vermutet „Auto Freaks“, wo Radfahren der Feind ist :). Zeigt, dass die Menschen dort eine gute Einstellung zur Mobilität haben. Bei uns würden wirklich viele die 1,2 km mit dem Auto fahren :)

petera
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Was man auch schön aus dem Interview rauslesen kann

Nicht die Wirtschaft gestaltet die Zukunft, sondern die Gesellschaft / die Politik - Wechselwirkung eingeschlossen.

Lodengrün
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Ob

das alle rauslesen bezweifle ich. Die Industriellenvereinigung, Wirtschaftskammer,…erzählen uns das Gegenteil.

peter800
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fehlangebrachte Überschrift..

.. zu einem sehr guten Interview. Ich bin mit sicher das diese Überschrift dem List zu einem ansonsten ganz guten Interview nicht gerne gesehen wird.

checker43
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Ich bin

mir sicher, dass er mit der Überschrift keine Probleme hat. FPÖler und Ewiggestrige schon.

Miraculix11
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Eine Überschrift sollte die wichtigste Aussage bringen

Oder den Kern des Interviews wiedergeben. Das tut sie leider nicht.

DergeerdeteSteirer
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Ein reife Sichtweise von einem weisen Menschen!!

Diese Absätze sprechen die klare Meinung und Sprache!!

"Sie sind seit mehr als 40 Jahren Chef des Konzerns. Worauf schauen Sie bei jungen Mitarbeitern?

Ich schaue, wie sie denken, nicht, was sie alles wissen. Mir geht es nicht darum, was jemand alles gemacht hat, das kann man nachlesen. Ich frage nach dem Warum und was jemand dazu sagt. Wir wollen ja Mitarbeiter nehmen, die denken und Fragen stellen können."

"Eine staatliche Entscheidung?

Wir müssen uns schützen. Die Vernunft sagt klar und eindeutig, dass wir diesen Weg gehen müssen. Wir haben in Österreich mit der Impfpflicht einen Schritt nach vorne gemacht, für mich ist das zu respektieren. Die Regierung hat eine mutige Entscheidung getroffen und ich nehme an, dass die Diskussionen in anderen Ländern in eine ähnliche Richtung gehen werden."

Sepp23000
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Das hört sich alles wunderschön an

Nur schade, dass die meisten Mitarbeiter nicht von Herrn Prof. List sondern von anderen Führungskräften ausgewählt bzw entlassen werden.

Christoph7286
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Ich kann Ihnen aus eigener

Erfahrung sagen, dass AVL sehr gut auf seine Mitarbeiter schaut. Also sparen Sie sich diesen Schrei nach Aufmerksamkeit.

Hapi67
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Ein privates Treffen

zum 80er ist also derzeit fast unmöglich, aber umweltschonend durch die Welt fliegen kein Problem.
Die Jugend ist super, aber Herr List möchte mit 80 die Zügel nicht aus der Hand geben.

Danke an Herrn List für die erhellenden Aussagen

Christoph7286
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Ihr Schlussfolgerungen sind wahrscheinlich

mit ein Grund, warum Sie keinen Konzern führen.

Hellimaria
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Man liest

Halt immer das was man lesen will. Nörgeln ist sehr einfach...

wirklichnicht
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Alles Gute zum Geburtstag!

Vielen Dank, dass der Weltkonzern AVL die Zentrale in dem kleinen Graz hat.
Machen wir uns aber nichts vor, diese Jobs haben seit Jahrzehnten mit Verbrennungsmotoren zu tun, auch wenn in letzter Zeit versucht wird, etwas grüner zu werden.

anda20
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Herr List sollte

auch ein Zeichen setzen und an die Jugend übergeben.
Aussagen, dass es ohne Vielfliegerei und Meetings am 80er nicht geht, zeigen eine sehr schlechte Übergabeplanung seinerseits und den Wunsch und Drang nach Unabkömmlichkeit.
Und vielleicht schafft die KLZ in den nächsten Jahren wieder ein Interview ohne Corona.

Vielen Dank

braunerbeistrich
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??

Spannend, wenn Menschen glauben, dass sie denken können , weil sie drei gerade Sätze herausbringen. Auf ihre Dummheit sind sie auch noch stolz und treten öffentlich mit Aluhut auf.

petera
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Gutes Unterview

Da kann man einiges für sich selbst mitnehmen.

Was mich auch ein wenig überrascht hat, ist, wie schnell die Zukunft der Verbrenner im PKW Bereich entschieden wurde.

Tesla, der Dieselskandal und das "Bewusstwerden" des Klimawandels haben da maßgeblich dazu beigetragen, dass auch die konservativen Politiker nicht mehr daran vorbei kommen.

Manche wollen es nicht wahrhaben, aber der Verbrenner ist praktisch im vielen Bereichen tot.

Die Frage ist aber wie man nicht nur die Engeriegewinnung bzw -nutzung transformiert, sondern wie man letztendlich nachhaltig Energie spart.

Niemandes_Knecht
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Niemand "muss" viel fliegen, niemand muss sich impfen lassen

Ich werde nicht meine Gesundheit und die meiner Kinder opfern, weil 80jährige sich nicht an den Gedanken gewöhnen können, sterblich zu sein.

 
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