Handels-KVGehälter steigen im Schnitt um 2,8 Prozent

Wegen Lockdowns kleine Verhandlerteams in der WKÖ in Wien, Bundesländer-Teilnehmer per Online-Videokonferenz. Einigung wird in Verhandlerkreisen. Gehälter steigen um 2,8 Prozent.

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Der Lockdown setzt dem Handel österreichweit zu
Der Lockdown setzt dem Handel österreichweit zu © APA/ROBERT JAEGER
 

Die vierte Runde der Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 415.000 Angestellten und 15.000 Lehrlinge im Handel ist am Dienstagvormittag gelaufen. Die Gehälter steigen um 2,8 Prozent.

Aufgrund des Lockdowns fanden die Verhandlungen in hybrider Form statt. Kleine Verhandlerteams der Arbeitgeber und Gewerkschaft sind vor Ort in der WKÖ in Wien, andere Teilnehmer aus den Bundesländern sind per Online-Videokonferenz zugeschaltet.

Um 14 Uhr werden die Ergebnisse von Bundespartenobmann Rainer Trefelik und der Wirtschaftsbereichssekretärin Handel in der GPA, Anita Palkovich, in der Bundeswirtschaftskammer präsentiert. Wir übertragen live.

Das Angebot der Arbeitgeber aus der dritten Runde von Mitte November liegt trotz Lockdowns weiter am Tisch. Die Arbeitnehmervertreter fordern eine Erhöhung der Einkommen um 3,5 Prozent, eine höhere Abgeltung für Mehr- und Nachtarbeit sowie längeren Urlaub.

Handel von Lockdown hart getroffen

Die KV-Verhandler haben immer auch die Teuerung im Blick. Die Inflationsrate von Oktober 2020 bis September 2021 lag in Österreich bei 2,1 Prozent. Im Oktober stieg die Teuerung auf 3,7 Prozent und damit den höchsten Wert seit 13 Jahren.

Die Coronapandemie und die Eindämmungsmaßnahmen haben den Handel seit März 2020 mehrfach hart getroffen. Dem stationären Handel in Österreich entgehen während des aktuellen Lockdowns laut Schätzungen der Johannes Kepler Universität (JKU) Umsätze von bis zu 140 Millionen Euro pro Tag.

Von 21. November bis 12. Dezember dürfen österreichweit nur Geschäfte des täglichen Bedarfs komplett geöffnet haben. Die anderen Händler können nur Warenabholung nach Vorbestellung ("Click & Collect") anbieten. In Oberösterreich und Salzburg ist derzeit ein längerer Lockdown bis 17. Dezember geplant.

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4544140LOTT
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hätte die Gewerkschaft schon noch rausverhandeln können